Geschrieben am 22. Mai 2012
Es ist mal wieder zu viel Zeit vergangen seit dem letzten Beitrag. Es war einiges los bei mir, Geburtstag, Heimatbesuch, Finale “dahoam” und so weiter. Gelesen habe ich kaum, aber ich will euch jetzt wenigstens dieses Buch vorstellen!

Verlag: Krüger
Erscheinungstermin: 16. Mai 2012
Originaltitel: The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry
Übersetzung: Maria Andreas
Seiten: 384
Harold ist seit einiger Zeit in Rente, lebt ein eher zurückgezogenes und ruhiges Leben. Doch als er einen Brief von seiner ehemaligen Arbeitskollegin Queenie bekommt, die todkrank ist, antwortet er zuerst nur per Brief, macht sich dann aber zu Fuß auf den Weg quer durch England, um sich persönlich von ihr zu verabschieden. Unterwegs denkt er über viele Dinge nach, trifft interessante Menschen und berührt viele mit seiner Geschichte. Erst nach und nach erfährt man, welche Rolle Queenie in Harolds Leben spielte und welche fast vergessenen Schicksalsschläge in Harolds Vergangenheit lauern.
Ich habe dieses Buch als sehr traurig empfunden und habe mich auch in meiner eigenen Stimmung davon beeinflussen lassen. Harold wirkt oft sehr unglücklich und auch die vielen Gedanken, die er sich auf seiner Wanderung macht, sind oft traurig. Allerdings wird dies ausgeglichen von schönen Zufallsbegegnungen auf seiner Reise. Viele Menschen öffnen sich Harold, erzählen ihm ihre Geschichte oder helfen ihm weiter. Trotz dieser positiven Momente bleibt mir das Buch als melancholisch in Erinnerung.
Harold ist eine sympathische, bewundernswerte Hauptperson. Von seinem eher trägen und zurückgezogenen Rentnerleben verabschiedet er sich von einer Sekunde auf die andere und verändert sich vollkommen. Oft musste ich mir sein Alter wieder in Erinnerung rufen, da er auf seiner Reise viel jünger und tatkräftiger wirkt, als zuvor. Auch seine Frau Maureen, die zu Beginn wie der größte Hausdrachen der Welt wirkte, konnte nach und nach Sympathiepunkte sammeln.
Harolds Geschichte hat mich wirklich berührt und ich habe seine Reise gern verfolgt. Die ganz große Begeisterung hat das Buch allerdings nicht in mir ausgelöst, das ist aber mehr eine Gefühlssache, die ich nicht richtig begründen kann. Für
reicht es aber definitiv.
Die Aktion
Von der Aktion zu diesem Buch habt ihr sicher schon auf vielen anderen Blogs gelesen. Der Verlag hat das Buch vorab an 100 Blogger geschickt. Das Buch soll nach dem Lesen auf Wanderschaft gehen, ganz so wie Harold Fry. Damit man auch die Reise nachvollziehen kann, darf/soll jeder Leser Notizen ins Buch schreiben. Ich konnte mich nicht dazu überwinden, direkt ins Buch zu schreiben und habe nur einige Post-Its eingeklebt.
Das Buch wandert jetzt weiter an einige Interessentinnen aus dem Literaturschock-Forum und kehrt danach hoffentlich auch zu mir zurück. Dann kann ich euch vielleicht auch berichten, ob das Buch voller Notizen ist, oder ob die anderen auch so zurückhaltend waren, wie ich.
Auf der Facebook-Seite zum Buch gibt es viele Gewinnspiele und Aktionen zum Buch und man kann sich auch als nächster Leser für ein Wanderbuch melden.