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Verlosung zum Welttag des Buches

Guten Morgen ihr Lieben!

Ich wünsche euch einen schönen Welttag des Buches und hoffe, ihr habt heute auch ein bisschen Zeit für ein paar gemütliche Lesestunden eingeplant.

Vor einiger Zeit habe ich euch die Aktion “Blogger schenken Lesefreude” schon vorgestellt und heute ist es so weit. Auf über 1000 Blogs werden heute Bücher verlost. Die Teilnehmerliste ist prall gefüllt mit tollen Lieblingsbüchern, die neue Besitzer suchen.

Und natürlich gibt es auch hier ein Buch zu gewinnen und zwar eines meiner absoluten Lieblingsbücher: “I Capture the Castle” von Dodie Smith.

Das Buch erzählt die Geschichte der 17-jährigen Cassandra, die in den 1930er Jahren mit ihrer verarmten Familie in einer englischen Burg lebt. Um ihre Schreibkunst zu verbessern, führt sie ein Tagebuch und lässt den Leser an ihrer ersten Liebe und dem Leben mit ihrer ungewöhnlichen Familie teilhaben. “I Capture the Castle” ist eines der Bücher, das ich immer und immer wieder lesen könnte und in dem ich ab der ersten Seite total versinke.

Verlost wird 1 Exemplar des Buches “I Capture the Castle” unter allen, die bis zum 29.04.2013 0:00 Uhr hier kommentieren. Bitte hinterlasst eine gültige E-Mail-Adresse, dass ich den Gewinner auch erreichen kann um nach der Postanschrift zu fragen. Die Verlosung findet am 30.04.2013 statt.

Achtung: Es handelt sich um die Englische Ausgabe des Buches, auf Deutsch ist das Buch leider nur noch gebraucht erhältlich und ich wollte gerne ein neues Buch verlosen.

[Montagsfrage] Was hältst du von Leserunden?

:sheep: Die Montagsfrage ist eine Aktion von Paperthin :sheep:

Liest du lieber für dich oder teilst du deine Eindrücke während des Lesens gerne mit anderen? Hast du schonmal an einer Leserunde teilgenommen? In welchem Rahmen? Hat’s Spaß gemacht? Was hältst du von Leserunden?

Früher mochte ich Leserunden sehr gerne. Ich habe mir manchmal einen richtigen Leseplan mit mehreren Leserunden pro Monat erstellt. Doch im Laufe der Zeit artete das immer mehr in Stress aus und kaum eine Leserunde hat mir noch richtig Spaß gemacht.

Entweder hat man zum angepeilten Termin doch nicht wirklich Zeit und alle anderen sind mit dem Buch durch, bevor man selbst angefangen hat, oder man fängt zum Starttermin mit dem Buch an, aber sonst meldet sich niemand in der Leserunde und man diskutiert ins Leere. Viele Menschen sind online leider nicht so zuverlässig, wie sie in der Realität sein würden und sagen kurzfristig ab oder beteiligen sich nur halbherzig.

Meistens sind die Diskussionen auch nicht so spannend, viele Teilnehmer fassen nur den Inhalt zusammen und sagen, dass es ihnen gefällt, oder eben nicht. Das verstehe ich aber nicht unter einer Buchdiskussion. Allerdings eignet sich auch nicht jedes Buch für eine Leserunde.

Hin und wieder lasse ich mich aber doch zu einer Leserunde hinreißen. Gerade eben nehme ich an einer autorenbegleitete Runde mit Oliver Plaschka zu seinem neuen Roman “Das Licht hinter den Wolken” auf Leserunden.de teil. Es sind zwar sehr viele Teilnehmer dabei, was schnell etwas unübersichtlich wird, aber es gibt viele Diskussionen und spannende Spekulationen zum weiteren Verlauf der Geschichte. Oliver ist auch sehr aktiv dabei und liefert viele Hintergrundinfos. An dieser Leserunde habe ich richtig viel Spaß, auch wenn ich in der Zeit, die ich zum Beiträge Lesen und Schreiben brauche, schon wieder ein anderes Buch lesen könnte.

Und ihr so?

Blogger schenken Lesefreude zum Welttag des Buches

Der Welttag des Buches rückt wieder näher. Ihr erinnert euch sicher an die tolle Aktion von letztem Jahr bei der insgesamt 1 Million Bücher verschenkt wurden. Leider findet die Aktion Lesefreunde dieses Jahr nicht statt. Trotz allem sollen aber wieder Bücher verschenkt werden. Zwei Bloggerinnen (Christina und Dagmar) organisieren die Aktion “Blogger schenken Lesefreude”.

Jeder, der einen Blog hat, kann sich noch bis 20. April für die Aktion anmelden. Zum Welttag des Buches verlost dann jeder teilnehmende Blog ein Buch. Es sind schon über 800 Teilnehmer angemeldet und vielleicht werden im Endspurt noch die 1000 geknackt? Seid doch auch dabei! Ihr müsst euch nur für ein Buch entscheiden und das Anmeldeformular ausfüllen.

Auch ich habe mich angemeldet und freue mich schon darauf, eines meiner Lieblingsbücher zu verschenken. Welches es ist, verrate ich euch dann am 23. April.

Leseliste Indien

Hallo ihr Lieben!

Momentan ist es ein bisschen ruhig hier, zwischen Fußball schauen und Arbeit komme ich nach wie vor kaum zum Lesen. Aber die EM ist auch bald wieder vorbei und dann gibt es hier hoffentlich wieder regelmäßig neue Beiträge.

Heute möchte ich euch meine ganz persönliche kleine Leseliste vorstellen, die ich in den nächsten Monaten als eine Art Challenge abhaken möchte. Im Herbst werde ich beruflich für 3 Wochen in Indien sein und möchte vorher gerne noch ein paar Bücher aus/über Indien lesen. Einige Bücher kenne ich schon, besonders empfehlen kann ich Rupien! Rupien! von Vikas Swarup, was als “Slumdog Millionär” verfilmt wurde und Der weiße Tiger von Aravind Adiga. Einige andere Bücher schlummern aber noch auf meinem SuB und wollen gelesen werden.

1. Amitav Ghosh – Der Glaspalast
Rajkumar, ein indischer Waisenjunge, arbeitet als Tellerwäsche in einer Garküche in Mandalay, als die Briten einmarschieren und die Königsfamilie des Landes verweisen. Mit einem Strom von Plünderern wird Rajkumar in den Glaspalast gespült, dessen glitzernde Fassade er bisher nur aus der Ferne bewundern konnte. Wie im Traum wandert er durch die mit Kostbarkeiten angefüllten Räume, nimmt eine Schatulle mit Edelsteinen an sich, um sie vor marodierenden Eindringlingen zu retten. Und reicht sie schließlich Dolly, einem wunderschönen Mädchen aus dem Gefolge der Königin, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Dolly und Rajkumar begegnen sich tatsächlich wieder: in Ratnagari, dem indischen Exil der birmanischen Königsfamilie. Mit der verschlungenen Liebesgeschichte der beiden nimmt Amitav Ghoshs breit angelegte Familiensage ihren Anfang.

2. Tarquin Hall – Der lächelnde Tote
Schon seit einiger Zeit hat der berühmte Wissenschaftler Dr. Jiha Todesdrohungen erhalten. Als er sich wie immer mit einigen Freunden zur Lachtherapie im Park trifft, taucht plötzlich die Rachegöttin Kali auf und ersticht ihn mit einem Schwert. Vish Puri, Indiens originellster Privatdetektiv, glaubt nicht daran, dass übernatürliche Kräfte am Werk sind, un dnimmt die Ermittlungen auf

3. Rohinton Mistry – A Fine Balance
Man schreibt das Jahr 1975. Der Ort: Bombay. Hier treffen vier Menschen aufeinander: Dina Dalal, eine Frau, Anfang Vierzig und seit fast zwanzig Jahren verwitwet; Maneck Kohlah, ein Student aus dem Gebiet des Himalajas; Ishvar Darji, ein unglaublicher Optimist, und sein widerspenstiger junger Neffe Omprakash – zwei Schneider, die vor den unerträglichen Verhältnissen auf dem Land in die Stadt geflohen sind. Diese vier lernen sich kennen, achten und lieben und werden doch vom Schicksal wieder auseinandergerissen.

4. Gregory David Roberts – Shantaram
Als der Australier Lindsay in Bombay strandet, hat er zwei Jahre Gefängnis hinter sich und ist auf der Flucht vor Interpol. Zu seinem großen Glück begegnet er dem jungen Inder Prabaker, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Auf ihren Streifzügen durch die exotische Metropole schließen die beiden eine innige Freundschaft, und Lindsay lernt nicht nur die Landessprache, sondern auch, mit sich ins Reine zu kommen: Er wird zu „Shantaram“, einem „Mann des Friedens“, und kämpft für die Ärmsten der Armen. Doch dann verfällt Lindsay einer Deutsch-Amerikanerin mit dubiosen Kontakten zur Unterwelt …

5. E.M. Forster – A Passage to India
Mit großen Erwartungen reist die Engländerin Adela Quested nach Indien. Begeistert folgt sie einer Einladung zum Besuch der geheimnisvollen Marabar-Grotten unweit Tschandrapurs. Doch es kommt zu einem Zwischenfall, der die latenten Konflikte zwischen Indern und Engländern, Einheimischen und Kolonialherren radikal aufbrechen lässt.

Zusatz: Kulturschock Indien
Dieses Buch will helfen, Indien und die Inder zu verstehen. Es ist ein Reiseführer durch den Dschungel des indischen Alltags, ein Knigge für bewußtes Reisen und Erleben. Es beschreibt die Denk- und Verhaltensweisen der Einwohner, erklärt die geschichtlichen, religiösen und sozialen Hintergründe, die zu diesen Lebensweisen führen und bietet somit eine Orientierung im Dschungel des fremden Alltags. Familienleben, Moralvorstellungen und Anstandsregeln werden genauso erläutert wie Umgangsformen, religiöse Gebote oder Tischsitten. Davon abgeleitet werden Empfehlungen für den Reisealltag, z.B. im Hotel, unterwegs, beim Einkaufen und beim alltäglichen Umgang mit den Einwohnern des Gastlandes.

Ob ich es schaffe, alle 6 Bücher bis zu meiner Abreise zu lesen, weiß ich nicht, aber ich habe zumindest die Auswahl aus dem Bücherregel zusammengesucht und das ein oder andere Buch werde ich sicher lesen.

Habt ihr schon mal ein Buch aus/über Indien gelesen und könnt ihr noch was empfehlen?

Gewinner und ein Award

Vielen Dank an alle, die an meinem kleinen Gewinnspiel zum Welttag des Buches teilgenommen haben. Insgesamt musste ich acht kleine Lose basteln. Und drei davon habe ich (aus Ermangelung einer Glücksfee) gezogen.

Ich hoffe man kann erkennen, was auf den Papierschnipseln steht, ich habe sie nur schnell mit dem Handy fotografiert. Je einmal “Die Vermessung der Welt” von Daniel Kehlmann haben Ami Li Misaki, Katha und Lisa gewonnen. Ich melde mich bei euch per Mail und frage nach euren Adressen. Viel Spaß mit dem Buch!

Außerdem ist mir noch ein Award verliehen worden. Marimirl und Nadine haben mir beide den “My Beautiful Lipstick Award” weitergereicht.

Ich freue mich natürlich, dass ihr dabei an mich gedacht habt. Allgemein bin ich aber kein großer Fan von diesen Awards, da sie meistens jeder an jeden weiterreicht und sie keine wirkliche Auszeichnung darstellen. Die Regeln, die damit verbunden sind, möchte ich deshalb auch nur teilweise befolgen. Ich werde den Award selbst nicht weitergeben, aber für alle Neugierigen 7 Dinge über mich erzählen.

  1. Ich mag Schafe (große Überraschung allerseits?) und habe eine Schaf-Bettwäsche, einen Schaf-Schlafanzug, Schaf-Socken, Schaf-Kerzen und noch viel mehr Stoff-Schafe.
  2. Ich bin großer Fußballfan und freue mich schon sehr auf die EM.
  3. Ich habe keinen Reisepass, weil ich noch nie außerhalb von Europa war. Das wird sich allerdings dieses Jahr noch ändern.
  4. Ich mag meine Arbeit und finde Physik auch wirklich spannend, aber manchmal wünsche ich mir, ich hätte auch beruflich irgendwas mit Büchern zu tun.
  5. Ich freue mich sehr, dass der Frühling endlich da ist und man wieder auf dem Balkon lesen, in Biergärten gehen und einfach Zeit draußen verbringen kann.
  6. Die Lautstärke von meinem Autoradio darf nur auf gerade Zahlen eingestellt werden, bei ungeraden Zahlen fühle ich mich irgendwie unwohl.
  7. Meinen Niels (das Schaf auf meinem Avatar) habe ich von meinen Freundinnen zum 19. Geburtstag bekommen. Und da ich an dem Tag Physik-Abi geschrieben habe, wurde er nach einem Physiker benannt.

Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende und hoffe, ihr habt viel Zeit zum Lesen!

 

Einen schönen Welttag des Buches!

Falls ihr es noch nicht wusstet: Heute ist Welttag des Buches! Also schnappt euch ein gutes Buch und verbringt den Abend mal nicht vor dem Fernseher!

Dank der tollen Lesefreunde-Aktion konnte ich heute schon einigen Menschen eine Freude machen. Ich hatte 30 Exemplare von Daniel Kehlmanns “Die Vermessung der Welt” zum Verschenken bekommen und gut die Hälfte ist auch schon weg.

Die Reaktionen auf das Buchgeschenk waren durchweg positiv, jeder hat sich gefreut. Auch Menschen, von denen ich dachte, dass sie wenig bis gar nicht lesen, haben das Buch gerne angenommen.

Meine ursprüngliche Idee, fremde Menschen auf der Straße anzusprechen und ihnen ein Buch zu schenken, habe ich dank eines negativen Erfahrungsberichtes dann verworfen, aber auch so sind mir genügend Leute eingefallen, die ich mit einem Buch beglücken könnte. Bisher gingen Exemplare an Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen, einige sind noch für Familienmitglieder und Bekannte reserviert, die ich nicht so oft sehe.

Aber ich würde gerne auch noch ein paar Exemplare an meine Leser vergeben. 3 Stück sind noch zu haben und die werden verlost unter allen, die bis Donnerstag (26.04.2012, 23:59 Uhr) hier einen Kommentar hinterlassen. Ich melde mich dann bei den Gewinnern per Mail und frage nach der Adresse.

Habt ihr denn auch bei der Aktion mitgemacht und wie waren die Reaktionen der Beschenkten so?

Einen schönen Abend und noch frohe Lesestunden!

Pottermore oder Ich bin dann mal weg!

Seit Pottermore, J.K. Rowlings Harry-Potter-Seite, am Samstag endlich ihre Tore öffnete, ist er wieder da – der Harry-Potter-Wahn. Ich kann mich noch genau erinnern, wie das war, als ich angefangen habe, die Bücher zu lesen. Ich war 16, hatte noch kaum Bücher auf Englisch gelesen und wusste nicht einmal genau, um was es in Harry Potter überhaupt geht. Ich hatte nur gehört, dass die Bücher gut sein sollen. Also habe ich mir die bisher erschienen Teile einfach mal zu Weihnachten gewünscht Und dann Band 1-4 immer und immer wieder gelesen habe. Die große Vorfreude auf die nächsten Bücher und Filme. Und dann war sie auf einmal da – die große Leere. Nie wieder ein neues Harry-Potter-Buch, nie wieder ein neuer Film. Wie soll man das nur aushalten?

Irgendein kluger Kopf hat sich dann wohl Pottermore ausgedacht. So kann man den Hype immer wieder neu anstacheln und nebenbei ziemlich klug die E-Books vermarkten, die es bisher nicht offiziell zu kaufen gab. Wie ich mir schon dachte ist die Seite ein kleines bisschen überflüssig. Man kann sich durch die Kapitel des Buches klicken (bisher gibt es auch nur das erste Buch “Harry Potter und der Stein der Weisen”, die anderen sollen irgendwann freigeschaltet werden), hier und da mit den liebevoll gestalteten Bildern interagieren, sich einen Zauberstab kaufen, Geld und Gegenstände sammeln und die Geschichte nochmal neu erleben. Interessant sind die Zusatzinfos, die J.K. Rowling über ihre Figuren und so manche Details ausplaudert ja schon, trotzdem hat man sich in maximal einer Stunde durch das Buch geklickt und die Texte gelesen. Danach bleibt nicht mehr viel zu tun auf der Seite… Oder?

Schon vor vielen Jahren war ich in Online-Harry-Potter-Clubs, wo man in die vier Häuser eingeteilt wurde und durch verschiedene Spiele und Aufgaben Punkte sammeln konnte. Genau das gibt es bei Pottermore auch, allerdings sehr viel weniger interessant, als ich das vom Anfang der Potter-Ära von inoffiziellen Fan-Seiten kenne. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Punkte zu sammeln: Man kann Duelle gegen andere Mitglieder spielen und muss zur richtigen Zeit die richtige Taste drücken, um zu siegen. Der zweite Weg sind Zaubertränke, die allerdings sehr schwierig zu brauen sind und auch sehr viel Zeit brauchen. Nach spätestens einem Tag ist das langweilig, vor allem, wenn man – wie ich – in das Haus mit den wenigsten Punkten gesteckt wurde und es kaum noch eine Möglichkeit gibt, den Rückstand von mehreren Millionen Punkten einzuholen (ein gewonnenes Duell gibt 5 Punkte).

Das große ABER: Pottermore hat bei mir genau das erreicht, was wohl das Ziel dahinter war. Ich will die Bücher nochmal lesen, wieder eintauchen in das Potter-Universum, Ron und Hermine nochmal neu kennenlernen, mit Harry zusammen diese magische Welt erkunden und das Böse bekämpfen. Wenn ihr demnächst nichts mehr von mir hört, lese ich also in Endlosschleife Harry Potter 1-7 und duelliere mich nebenbei auf Pottermore mit anderen Verrückten!

Die Leipziger Buchmesse 2012

Hier kommt endlich mein verspäteter Bericht zur Buchmesse.

Letzten Samstag bin ich um 4 Uhr morgens aufgestanden und war insgesamt 11 Stunden im Bus unterwegs, nur um knapp 6 Stunden auf der Leipziger Buchmesse verbringen zu können. Eigentlich ganz schön verrückt und ganz schön anstrengend. Aber mein kleiner Tagesausflug hat sich gelohnt.

Als ich um 11 Uhr endlich ankam, war es schon ganz schön voll in den Messehallen, also habe ich beschlossen, mich erst einmal ein bisschen treiben zu lassen und mich einfach mal umzusehen. Richtig voll war es dann zum Glück auch nur an den Ständen der großen Verlage. Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht verstehen, denn deren Bücher kann man sich in jeder beliebigen Buchhandlung mit mehr Ruhe und weniger Gedränge anschauen. Ich habe also versucht, mich etwas abseits der Massen zu bewegen und bei Interesse ein paar Flyer oder Infoheftchen mitzunehmen. Die Tasche mit angesammeltem Infomaterial steht übrigens noch da, wo ich sie nach dem Buchmesse-Samstag zuhause abgestellt habe. Aber irgendwann schau ich das auch alles noch durch. Bestimmt!

Ein paar Lesungen hatte ich mir im Vorfeld schon vorgemerkt, da ich die Gelegenheit nutzen wollte, ein paar Autoren mal live sehen zu können. Den Anfang machte Zeruya Shalev, von der ich zwar noch nichts gelesen habe, deren neues Buch “Für den Rest des Lebens” mich aber sehr interessiert. Besonders schön fand ich ja, dass sie einen Absatz auf hebräisch vorgelesen hat. Ansonsten wurden ihr von Shelly Kupferberg spannende Fragen zur Entstehung und zu Hintergründen ihres aktuellen Werkes gestellt, die sie sehr sympathisch beantwortete.


Von John Boyne bin ich zwar absolut kein Fan, sein “Junge mit dem gestreiften Pyjama” hat mich eher aggressiv gemacht als begeistert. Trotzdem habe ich mir sein Gespräch mit Nina May über seinen neuen Roman “Das späte Geständnis des Tristan Sadler” angehört. Leider geht es darin schon wieder um einen Krieg – absolut nicht mein Thema, egal wie interessant sich alles andere anhört und wie gern ich ihm auch eine zweite Chance geben möchte.


Ein interessanter Programmpunkt war dann noch das Gespräch zur Bedeutung der Online-Rezension für den Literaturbetrieb. Jana Trautmann von der Leser-Welt befragte Bernd Perplies und Christina Knorr zu diesem Thema.


Viel Neues gab es für mich hier nicht, ich hatte schon vorher vermutet, dass die beiden Gesprächspartner Online-Rezensionen einen hohen Stellenwert beimessen würden. Im Bereich Fantasy und Young Adult mag das auch stimmen. Verlage und Autoren dürften sich bewusst sein, dass die jugendliche Zielgruppe sich ihre Informationen zum Großteil aus dem Internet holt. Anspruchsvollere Literatur (wie sagt man das, ohne herablassend zu klingen?) wird aber nach wie vor eher in Zeitungen besprochen, Blogs und Online-Portale spielen da eher eine untergeordnete Rolle, glaube ich.

Abschließend wollte ich noch einen Blick auf Denis Scheck werfen, weshalb ich noch kurz vor der Abfahrt quer durch alle Hallen rannte. Es blieb dann leider auch bei einem kurzen Blick über sehr viele Köpfe hinweg.


Dann ging es leider auch schon wieder nach Hause.

Abschließend kann ich sagen, dass mir die Buchmesse viel Spaß gemacht hat. Meine 6 Stunden dort waren im Endeffekt auch genug, denn irgendwann konnte ich keine Informationen mehr aufnehmen und auch keinen Schritt mehr laufen.

Ein Rätsel aber bleibt: Wie passen Cosplayer und die Buchmesse zusammen? Ich will niemandem auf die Füße treten, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sich von diesen verkleideten Gestalten viele für Bücher interessieren. Und der relativ kleine Bereich mit Comics und Mangas kann doch auch nicht der Grund dafür sein. Sehen und gesehen werden ist ja schön und gut, aber eignen sich andere Veranstaltungen da nicht besser?

Literatur bei den Oscars 2012

Am Sonntag, 26. Februar findet die 84. Oscarverleihung statt. Und da ich nicht nur gerne lese, sondern auch sehr gerne Filme schaue, ist die Oscarverleihung jedes Jahr ein besonderes Highlight für mich. Die drei letzten Jahre habe ich mir die Nacht um die Ohren geschlagen, um die Verleihung live zu sehen und auch dieses Jahr ist eine Oscarnacht mit meinem Freund, vielen Knabbereien und diversen koffeinhaltigen Getränken geplant.

Natürlich versuche ich vor der Verleihung auch, so viele nominierte Filme wie möglich zu sehen. Einige davon sind auch dieses Jahr wieder Literaturverfilmungen und diese möchte ich euch gerne vorstellen.

Hugo Cabret
(Buch: Die Erfindung des Hugo Cabret von Brian Selznick)
Zu Buch und Film habe ich mich hier schon ausführlich geäußert. Der Film ist für 11 Oscars nominiert, nämlich: Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bestes Kostümdesign, Bester Schnitt, Beste Filmmusik, Bester Ton, Bester Tonschnitt und Beste visuelle Effekte

Die Kunst  zu gewinnen – Moneyball
(Buch: Moneyball – The Art Of Winning An Unfair Game von Michael Lewis)
Das Buch kenne ich leider nicht, aber den Film habe ich mir angeschaut, obwohl mich Baseball nicht wirklich interessiert. Es war auch nicht so einfach, die Handlung zu verfolgen, weil der Sport und entsprechende mir unbekannte Begriffe eine große Rolle spielen. Es geht um den Manager Billy Bane (Brad Pitt), der sein Team trotz finanzieller Schwierigkeiten zum Sieg führen will. Unterstützung erhält er dabei von einem jungen Yale-Absolventen (Jonah Hill), der durch ein neues Verfahren berechnet, welcher Spieler gut sind. Ich fand den Film durchaus unterhaltsam und sehenswert. Gegen Ende habe sogar ich Billy Banes ungewöhnlicher Mannschaft die Daumen gedrückt, obwohl mir nach wie vor die genauen Regeln der Sportart nicht klar waren. Nominiert ist Moneyball für 6 Oscars: Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Brad Pitt), Bester Nebendarsteller (Jonah Hill), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt, Bester Ton

Gefährten
(Buch: Schicksalsgefährten von Michael Morpugo)
Pferde sind gar nicht mein Ding und einen nichtssagenderen Trailer habe ich lange nicht gesehen, ich kenne also weder Buch noch Film. Nominiert ist der Film für 6 Oscars: Bester Film, Bestes Szenenbild, Beste Kamera, Beste Filmmusik, Bester Ton, Bester Tonschnitt

The Descendants – Familie und andere Angelegenheiten
(Buch: Mit deinen Augen von Kaui Hart Hemming)
Im Film spielt George Clooney einen Familienvater, der auf einmal mit seinen beiden Töchtern klarkommen muss, nachdem seine Frau durch einen Unfall im Koma liegt. Zusätzlich muss er sich mit seinen Verwandten auseinandersetzen, die ein Landstück verkaufen möchten, das der Familie gemeinsam gehört. Ich fand “The Descendants” sehr berührend, den Schauspielern gelingt es ausnahmslos, ganz große Emotionen zu vermitteln. Die Buchvorlage war mir bisher nicht bekannt, ich werde mich aber bei Gelegenheit genauer darüber informieren. Die Oscarnominierungen: Bester Film, Bester Hauptdarsteller (George Clooney), Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Schnitt

Verblendung
(Buch: Verblendung von Stieg Larsson)
Das Buch ist sicherlich bekannt genug, dass ich es nicht weiter vorstellen muss. Für mich ist es leider nichts, da mir sicher einige Szenen zu hart wären. Ich musste bei der schwedischen Verfilmung schon häufig wegschauen oder den Ton ausschalten. Mir ist zwar nicht ganz klar, warum das Buch innerhalb kürzester Zeit nochmal verfilmt wurde, aber die Bilder aus dem Trailer sahen recht überzeugend aus. Und Daniel Craig spielt ja auch mit. Der Film ist in 5 Kategorien nominiert: Beste Hauptdarstellerin (Rooney Mara), Beste Kamera, Bester Schnitt, Bester Ton, Bester Tonschnitt

The Help
(Buch: The Help von Kathryn Stockett)
Hier geht es um die Behandlung farbiger Hausangestellter in den 60er Jahren und eine junge Frau, die Missstände aufdecken will und ein Buch über das Thema schreibt. Den Film fand ich zwar sehenswert, aber an manchen Stellen etwas oberflächlich. Viele Probleme wurden zu einfach gelöst und zu schnell abgehandelt. Trotzdem interessiert mich jetzt auch die Buchvorlage, da sich im Buch die Geschichte hoffentlich etwas besser entfalten kann. Nominiert ist “The Help” für: Bester Film, Beste Hauptdarstellerin (Viola Davis), 2 x Beste Nebendarstellerin (Jessica Chastain und Octavia Spencer)

Dame, König, As, Spion
(Buch: Dame, König, As, Spion von John le Carré)
Ich würde den Film gerne noch sehen, in Buchform kann ich mit der Thematik wohl eher wenig anfangen. Es geht um einen Spion beim britischen Geheimdienst in der Zeit des Kalten Krieges. Nominiert für 3 Oscars: Bester Hauptdarsteller (Gary Oldman), Bestes adaptiertes Drehbuch, Beste Filmmusik

Albert Nobbs
(Buch: Kurzgeschichte von George Moore)
Der Film ist toll! Glenn Close spielt eine Frau, die sich am Ende des 19. Jahrhunderts als Mann verkleiden muss, um als Kellner ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Die Vorlage kenne ich nicht. Die drei Oscarnominierungen: Beste Hauptdarstellerin (Glenn Close), Beste Nebendarstellerin (Janet McTeer), Bestes Make-Up

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 2
(Buch: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes von Joanne K. Rowling)
Buch und Film sind bei Harry Potter Fans wohl hinreichend bekannt. Nominiert ist der Film allerdings nur in 2 eher unbedeutenden Kategorien: Bestes Szenenbild, Bestes Make-Up

Extrem laut und unglaublich nah
(Buch: Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer)
Das Buch ist deutlich besser als der Film, aber dennoch ist die Verfilmung sehr sehenswert. Das Thema 11. September ist noch amerikanischer behandelt, als es das Buch tat und viel von der Rahmenhandlung wurde leider gestrichen (Geschichte der Großeltern etc.). Allerdings spielt Thomas Horn die Rolle des kleinen Jungen, der seinen Vater bei den Anschlägen am 11. September verloren hat so überzeugend, dass neben im Größen wie Tom Hanks und Sandra Bullock verblassen. Nominiert für 2 Oscars: Bester Film, Bester Nebendarsteller (Max von Sydow)

Literaturverfilmungen mit nur einer Oscarnominierung lasse ich jetzt mal weg, weil das sonst zu ausführlich wird. Natürlich gibt es auch sehr sehenswerte Filme, die nicht auf einem Buch basieren. Sehr gespannt bin ich auf “The Artist”, der mit 10 Nominierungen neben “Hugo Cabret” (11 Nominierungen) als großer Oscarfavorit gehandelt wird. Mein besonderer Tipp wäre noch “Nader und Simin – Eine Trennung”, der iranische Beitrag zur Kategorie “Bester fremdsprachiger Film”, der außerdem noch in der Kategorie “Bestes Originaldrehbuch” nominiert ist.

Seid ihr auch schon gespannt auf die Oscarverleihung? Bleibt ihr auch extra wach, oder reicht es euch, die Sieger am nächsten Tag zu erfahren? Könnt ihr noch Filme oder Buchvorlagen empfehlen, die ich nicht erwähnt oder nicht gesehen/gelesen habe?

Stöckchen – 11 Fragen

Die liebe B_Jones vom BücherKaffee hat mir ein Stöckchen mit 11 Fragen zugeworfen und da ich gerade nichts anderes zu tun habe, beantworte ich diese gleich mal.

Lieber Hardcover oder doch lieber Taschenbuch?
Ich habe natürlich gern schöne Hardcover im Regal stehen, andererseits sind Taschenbücher praktischer zum Mitnehmen, günstiger, leichter in den Umzugskartons… So richtig kann ich mich nicht entscheiden. Wenn ich ein Buch neu kaufe, dann eher als Taschenbuch. Hardcover kaufe ich nur gebraucht, weil ich nicht so viel Geld für Bücher ausgeben kann, wie ich gerne würde.

Wo kaufst du am liebsten deine Bücher? online oder im Buchladen um die Ecke? 
Ich würde ja wirklich gern einen kleinen Buchladen um die Ecke unterstützen. Zu den großen Ketten zieht es mich nämlich gar nicht. Kleine unabhängige Buchläden kenne ich hier aber nicht, deshalb siegt meistens die Faulheit und ich bestelle online.

Da ja die Leipziger Buchmesse ansteht: Besuchst du gerne Buchmessen?
Ich war bisher erst einmal auf der Leipziger Buchmesse und das ist auch schon wieder ein paar Jahre her. Ich fand es damals sehr interessant und will seitdem unbedingt mal wieder hin. Und dieses Jahr ist es endlich so weit! Ich freue mich schon sehr :-)

Wer ist der der größte Buchheld / die größte Buchheldin deiner Kindheit? Und warum?
Das ist eine leichte Frage. Die größte Heldin meiner Kindheit ist definitiv Alanna von Trebond aus der “Song of the Lioness”-Serie von Tamora Pierce. Sie will Ritter werden, obwohl sie eine Frau ist und setzt sich trotz aller Schwierigkeiten und Steine, die ihr in den Weg gelegt werden, in dieser Männerwelt durch. Daran versuche ich mir auch heute noch ein Vorbild zu nehmen, wenn ich mich als Frau in einem Männerberuf mal wieder nicht ernst genommen fühle.

Besitzt du noch deine liebsten Kinderbücher?
Ja, natürlich! Die meisten davon sind allerdings in Kisten im Keller meiner Eltern. Ich habe in meiner aktuellen Wohnung leider nicht genug Platz dafür.

Welchen Einfluss haben schon vorhandene Rezensionen zu deinem Wunschbuch auf deine Kaufentscheidung? 
Wenn ich den Autor schon kenne und mag, dann gebe ich nicht viel auf Rezensionen, sondern bilde mir meine eigene Meinung. Bei mir unbekannten Autoren lasse ich mich schon mal von Rezensionen überzeugen, allerdings weiß ich auch, welchen Rezensenten (Blogger oder Mitglieder im Literaturschock-Forum) ich vertrauen kann, weil sie einen ähnlichen Geschmack haben.

Ist das Buchcover kaufentscheidend – oder doch ausschließlich der Klappentext / Rezension etc.?
Eigentlich nicht. Schöne Cover sind was nettes und ich freue mich, wenn ein Buch im Regal schön aussieht, aber eine Entscheidung für/gegen ein Buch treffe ich nicht wegen einem Cover.

Leihst du lieber Bücher aus (zB Bibliothek oder von Freunden) oder gehörst auch du zu den Sammlern?
Früher habe ich fast alle Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen, inzwischen will ich viele Bücher auch besitzen. Ich sortiere zwar auch rigoros aus, aber Bücher die mich begeistert haben, will ich auch gern im Regal stehen haben.

Liest du öfters mehrere Bücher gleichzeitig?
Ja, manchmal sogar bis zu fünf Bücher, das wird mir dann aber fast zu unübersichtlich. Hier habe ich mich ausführlich zu dem Thema geäußert.

Schaust du dir Filme zu Büchern, die du gelesen hast, an? Oder zerstört das eher deine beim Lesen entstandene Fantasie?
Ich schaue gerne Literaturverfilmungen. Ich mache mir da keine Sorgen um meine eigene Fantasie, aber meistens sind meine Erwartungen zu hoch und ich bin vom Film enttäuscht.

Englische Bücher – ja oder nein?
Definitiv ja! Ich lese englische Bücher wenn möglich im Original, da bei Übersetzungen leider immer viel verloren geht.

Da ich dieses Stöckchen schon auf diversen Blogs gesehen habe, verzichte ich darauf, weitere Blogger zu taggen und neue Fragen zu stellen. Aber natürlich dürft ihr euch das Stöckchen gerne mitnehmen oder eure Antworten in den Kommentaren hinterlassen.

Ich wünsche euch einen schönen Samstag und im besten Fall auch ein paar gemütliche Lesestunden!