Verlag: Hodder & Stoughton
Erschienen: 2006
Deutscher Titel: Mister Pip
Seiten: 223
Matilda lebt während des Bürgerkrieges auf der Pazifikinsel Bougainville. Aus Ermangelung eines Lehrers übernimmt Mr. Watts, der einzige Weiße auf der Insel, den Schulunterricht. Er liest den Kindern aus “Große Erwartungen” von Charles Dickens vor und die Hauptfigur Pip erwacht für die Schüler schon bald zum Leben und nimmt eine wichtige Stellung ein.
Eigentlich hätte mir dieses Buch gefallen müssen und ich war auch überzeugt, dass ich an dem exotischen Setting und dem literarischen Bezug viel Spaß haben würde. Stattdessen habe ich mich durch die wenigen Seiten gequält und bin mit der Geschichte nicht warm geworden. Der Kontrast zwischen den sehr gläubigen ungebildeten Inselbewohnern und Mr. Watts war zwar interessant, wie auch die Konflikte, die zwischen den Eltern und dem Lehrer entstehen, diese Kleinigkeiten haben mir aber nicht gereicht um das Buch zu mögen.
Die unnötige Brutalität, die den Leser ohne Vorwarnung trifft, hat mir dann noch den Rest gegeben. Natürlich gibt es Tote bei einem Bürgerkrieg und die heile Welt, die vorher in Matildas Dorf herrschte, konnte nicht ewig bleiben. Und doch war mir der Bruch zu hart, als die Rebellen plötzlich auftauchen und alles verändern.
Das Buch hat wirklich gute Ansätze und es gab auch interessante und unterhaltsame Szenen, insgesamt hat es mir aber einfach nicht gefallen und ich war froh, als ich es hinter mich gebracht hatte.











