Leseliste Indien

Hallo ihr Lieben!

Momentan ist es ein bisschen ruhig hier, zwischen Fußball schauen und Arbeit komme ich nach wie vor kaum zum Lesen. Aber die EM ist auch bald wieder vorbei und dann gibt es hier hoffentlich wieder regelmäßig neue Beiträge.

Heute möchte ich euch meine ganz persönliche kleine Leseliste vorstellen, die ich in den nächsten Monaten als eine Art Challenge abhaken möchte. Im Herbst werde ich beruflich für 3 Wochen in Indien sein und möchte vorher gerne noch ein paar Bücher aus/über Indien lesen. Einige Bücher kenne ich schon, besonders empfehlen kann ich Rupien! Rupien! von Vikas Swarup, was als “Slumdog Millionär” verfilmt wurde und Der weiße Tiger von Aravind Adiga. Einige andere Bücher schlummern aber noch auf meinem SuB und wollen gelesen werden.

1. Amitav Ghosh – Der Glaspalast
Rajkumar, ein indischer Waisenjunge, arbeitet als Tellerwäsche in einer Garküche in Mandalay, als die Briten einmarschieren und die Königsfamilie des Landes verweisen. Mit einem Strom von Plünderern wird Rajkumar in den Glaspalast gespült, dessen glitzernde Fassade er bisher nur aus der Ferne bewundern konnte. Wie im Traum wandert er durch die mit Kostbarkeiten angefüllten Räume, nimmt eine Schatulle mit Edelsteinen an sich, um sie vor marodierenden Eindringlingen zu retten. Und reicht sie schließlich Dolly, einem wunderschönen Mädchen aus dem Gefolge der Königin, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Dolly und Rajkumar begegnen sich tatsächlich wieder: in Ratnagari, dem indischen Exil der birmanischen Königsfamilie. Mit der verschlungenen Liebesgeschichte der beiden nimmt Amitav Ghoshs breit angelegte Familiensage ihren Anfang.

2. Tarquin Hall – Der lächelnde Tote
Schon seit einiger Zeit hat der berühmte Wissenschaftler Dr. Jiha Todesdrohungen erhalten. Als er sich wie immer mit einigen Freunden zur Lachtherapie im Park trifft, taucht plötzlich die Rachegöttin Kali auf und ersticht ihn mit einem Schwert. Vish Puri, Indiens originellster Privatdetektiv, glaubt nicht daran, dass übernatürliche Kräfte am Werk sind, un dnimmt die Ermittlungen auf

3. Rohinton Mistry – A Fine Balance
Man schreibt das Jahr 1975. Der Ort: Bombay. Hier treffen vier Menschen aufeinander: Dina Dalal, eine Frau, Anfang Vierzig und seit fast zwanzig Jahren verwitwet; Maneck Kohlah, ein Student aus dem Gebiet des Himalajas; Ishvar Darji, ein unglaublicher Optimist, und sein widerspenstiger junger Neffe Omprakash – zwei Schneider, die vor den unerträglichen Verhältnissen auf dem Land in die Stadt geflohen sind. Diese vier lernen sich kennen, achten und lieben und werden doch vom Schicksal wieder auseinandergerissen.

4. Gregory David Roberts – Shantaram
Als der Australier Lindsay in Bombay strandet, hat er zwei Jahre Gefängnis hinter sich und ist auf der Flucht vor Interpol. Zu seinem großen Glück begegnet er dem jungen Inder Prabaker, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Auf ihren Streifzügen durch die exotische Metropole schließen die beiden eine innige Freundschaft, und Lindsay lernt nicht nur die Landessprache, sondern auch, mit sich ins Reine zu kommen: Er wird zu „Shantaram“, einem „Mann des Friedens“, und kämpft für die Ärmsten der Armen. Doch dann verfällt Lindsay einer Deutsch-Amerikanerin mit dubiosen Kontakten zur Unterwelt …

5. E.M. Forster – A Passage to India
Mit großen Erwartungen reist die Engländerin Adela Quested nach Indien. Begeistert folgt sie einer Einladung zum Besuch der geheimnisvollen Marabar-Grotten unweit Tschandrapurs. Doch es kommt zu einem Zwischenfall, der die latenten Konflikte zwischen Indern und Engländern, Einheimischen und Kolonialherren radikal aufbrechen lässt.

Zusatz: Kulturschock Indien
Dieses Buch will helfen, Indien und die Inder zu verstehen. Es ist ein Reiseführer durch den Dschungel des indischen Alltags, ein Knigge für bewußtes Reisen und Erleben. Es beschreibt die Denk- und Verhaltensweisen der Einwohner, erklärt die geschichtlichen, religiösen und sozialen Hintergründe, die zu diesen Lebensweisen führen und bietet somit eine Orientierung im Dschungel des fremden Alltags. Familienleben, Moralvorstellungen und Anstandsregeln werden genauso erläutert wie Umgangsformen, religiöse Gebote oder Tischsitten. Davon abgeleitet werden Empfehlungen für den Reisealltag, z.B. im Hotel, unterwegs, beim Einkaufen und beim alltäglichen Umgang mit den Einwohnern des Gastlandes.

Ob ich es schaffe, alle 6 Bücher bis zu meiner Abreise zu lesen, weiß ich nicht, aber ich habe zumindest die Auswahl aus dem Bücherregel zusammengesucht und das ein oder andere Buch werde ich sicher lesen.

Habt ihr schon mal ein Buch aus/über Indien gelesen und könnt ihr noch was empfehlen?

15 Gedanken zu “Leseliste Indien

  1. Hallo, ich hab gerade “Palast der Winde” von M. M. Kaye gelesen, das im 19. Jahrhundert in Indien und teilweise in Afghanistan spielt. Die letzten beiden Teile sind etwas zäh (da geht es um den 2. anglo-afghanischen Krieg und das Massaker an der britischen Mission in Kabul), aber der Großteil des Buchs ist wirklich schön. Auf meinem Blog gibt’s auch ne Rezension. Viele Grüße Anette

    • Danke für den Tipp, Afghanistan interessiert mich auch sehr. Ich werde mir auf jeden Fall mal deine Rezension durchlesen!

  2. Ich lese gerade “Eine gute Partie” von Vikram Seth, ein durch und durch indischer Familienroman. Allerdings ist er mit seinen 2000 Seiten wohl etwas zu dick, um noch eben vor deiner Reise von dir gelesen zu werden. ;)

    • “Eine gute Partie” interessiert mich auch schon lange, mich schreckt nur der Umfang noch ein bisschen ab. Vor der Reise wird das sicher nichts mehr, aber wenn auch danach das Interesse für Indien anhält, werde ich mir den Wälzer wohl mal vornehmen.
      Wie gefällt es dir denn bisher?

      • Bislang gefällt mir das Buch wirklich gut! Obwohl von Anfang an unglaublich viele Personen vorkommen und jede wiederum noch diverse Spitznamen hat, blicke ich immer noch durch und weiß immer wer wer ist und warum es Spannungen oder Sympathien zwischen den Figuren gibt.

        Es ist ein bisschen, als ob man einen langen – und ja, stellenweise auch etwas plätschernden – und liebenswerten Bollywoodfilm verfolgen würde.

        Und ich mag die Probleme, die sich aus den traditionellen Vorstellungen der älteren Generation, aus den historischen Verwicklungen (so lange ist Indien noch nicht von der britischen Herrschaft befreit und die Probleme mit Pakistan hängen auch bei eigentlich amüsanten Szenen im Raum) und dem Bedürfnis der jüngeren Beteiligten nach einem selbstbestimmten Leben ergeben.

        Momentan lese ich pro Tag drei bis vier Unterkapitel, was gar nicht so viel ist, aber so geht es ganz gut vorran und ich hoffe, dass ich den Roman bis zum Monatsende noch durchbekomme. Das hängt etwas davon ab, wieviel ich nebenbei noch lese. :)

        • Das hört sich ja wirklich ganz gut an. Und wenn man jeden Tag ein bisschen liest, kommt man bestimmt auch gut voran. Ich lasse mich bei dicken Büchern immer ein bisschen vom Umfang einschüchtern und lese dann ganz viele dünne Bücher zwischendurch. Ist natürlich klar, dass ich mit dem dicken Buch dann nicht vorankomme und es mich nur noch mehr frustriert.

          • Das geht mir auch schnell so, deshalb habe ich angefangen die dicken Bücher in tägliche Protionen aufzuteilen. Manchmal klappt es zwar trotzdem nicht, aber in der Regel geht es so besser. :D

  3. “Rupien Rupien” habe ich auch gelesen und fand es toll. Ansonsten fallen mir derzeit aber nur noch Kinderbücher ein, die in Indien spielen und der Fantasyroman “Der Kuss des Tigers”, aber der war mir teilweise zu schmonzettig und ausschweifend, also nur bedingt empfehlenswert.

  4. Aww, nach Indien? Das klingt ja wirklich gut! De Leseliste ist auch toll; “Der weiße Tiger” möchte ich unbedingt noch lesen und auf deine Meinung zu “A Fine Balance” bin ich besonders gespannt, weil mir das schon mehrmals empfohlen wurde.
    Solltest du einen historischen, etwas dramatischen Roman lesen wollen, kann ich dir “Wer Liebe verspricht” von Rebecca Ryman empfehlen. Ich dachte erst gar nicht, dass das Buch meinem Geschmack entsprechen würde, aber dann hat es mich doch mitgerissen. Das ganze spielt aber schon 1850.
    Was Filme anbelangt, kann ich “The Best Exotic Marygold Hotel” nur empfehlen. Du schreibst hier zwar eher von Buchempfehlungen, aber mir hat der Film wirklich gut gefallen!

    • Ist halt zum Arbeiten, ich weiß also nicht, wie viel ich überhaupt vom Land sehen werde. Aber ein paar Eindrücke kann ich bestimmt trotzdem mitnehmen.

      Historische Romane sind nicht ganz mein Ding, aber ich schau es mir mal an. Ich bin ja durchaus offen für neues und will mich auch mal abseits meiner Lesevorlieben umsehen.

      Filmempfehlungen sind natürlich auch super, danke! Von dem Film hab ich auch nur gutes gehört, den werd ich mir auf jeden Fall noch anschauen.

  5. “A fine Balance” habe ich vor Ewigkeiten gelesen und das hat mir sehr gut gefallen.

    Ansonsten könnte ich noch “Der Gott der kleinen Dinge” von Arundhati Roy und natürlich das schon angesprochene “Eine gute Partie”.

    Und von Vikas Swarup gibt es auch noch “Immer wieder Gandhi”, das fand ich auch ganz nett.

    • Vielen Dank auch für deine Vorschläge! Das Buch von Vikas Swarup hatte ich sogar schon in der englischen Ausgabe auf meinem Wunschzettel und “Der Gott der kleinen Dinge” hört sich auch interessant an!

  6. Mir ist noch ein wunderbarer Titel eingefallen “Mister Alis Hochzeitsagentur für hoffnungslose Fälle” von Farahad Zama – sehr liebevoll und amüsant geschrieben.

    Oh, und “100 Arten eine Mango zu essen” von Amulya Malladi hatte mir auch zugesagt. :)

    • Vielen Dank, da sind ja inzwischen wirklich viele tolle Vorschläge zusammengekommen. Ich habe jetzt mal bei Amazon eine Indien-Buchtipp-Wunschliste angelegt, um mir das alles auch zu speichern. Und bei Bedarf kann ich dann darauf zurückgreifen :-) Aber zuerst muss ich natürlich die schon vorhandenen Bücher vom SuB lesen.

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