Literarische Weltreise meets Fußball-WM: Gruppe G

Nach der kleinen Pause gestern (Feiertag – zumindest in Bayern und ein paar anderen Bundesländern) geht es heute weiter mit Gruppe G in der sich außer Deutschland noch Portugal, Ghana und die USA befinden.

Deutschland: Deutsche Klassiker hat mir der Deutschunterricht in der Schule ein für alle Mal vermiest. Dafür gibt es einige aktuelle deutsche Autoren, deren Bücher ich gerne lese. Zum einen möchte ich Oliver Plaschka nennen, der außergewöhnliche und anspruchsvolle Fantasyromane schreibt. Auch wenn ich mit seinem aktuellen Werk “Das Licht hinter den Wolken” ein paar Schwierigkeiten hatte, denke ich noch gerne an “Die Magier von Montparnasse” zurück, das nach wie vor zu meinen Lieblingsbüchern zählt.
Auch Tilman Rammstedt ist ein junger deutscher Autor, dessen Bücher ich gerne lese. “Wir bleiben in der Nähe” erzählt die Geschichte einer vergangenen Freundschaft und dem Versuch, diese wieder aufleben zu lassen. Sein Roman “Der Kaiser von China”, für den Rammstedt den Ingeborg-Bachmann-Preis 2008 bekommen hat, handelt von einem Großvater und einem Enkel, die eine nicht ganz reale Reise nach China unternehmen.

Portugal: Leider habe ich noch kein Buch aus Portugal gelesen, die literarische Reise in dieses Land ist aber schon ganz lange geplant mit “Stadt der Blinden” von José Saramago. Menschen die einfach ohne Vorwarnung erblinden, eine Gesellschaft, die versucht, mit dieser Seuche umzugehen, das hört sich nach einer sehr skurrilen Situation und nach einem interessanten Buch an. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf!

Ghana: Auch wenn afrikanische Literatur mich interessiert, gibt es doch einige Länder auf diesem Kontinent, mit deren Autoren ich mich noch nicht näher beschäftigt habe. Ghana gehört dazu. Bei meiner Suche bin ich auf Amma Darko gestoßen, die einige Zeit in Deutschland gelebt hat, jetzt aber wieder zurück in Ghana ist und Romane über das ghanaische Alltagsleben schreibt. Das hört sich für mich grundsätzlich interessant an und ich werde mir sicher irgendwann eines ihrer Werke kaufen.

USA: Autoren aus den USA kennt ihr sicher einige, Empfehlungen könnte ich mir an dieser Stelle also sparen. Ich möchte aber trotzdem die Gelegenheit nutzen, meine Lieblingsautoren aus diesem Land zu nennen. Schon öfter habe ich erwähnt, dass ich ein großer Fan von Ernest Hemingway bin. Ich finde es faszinierend, wie er mit wenigen klaren Worten Bilder vor meinen Augen entstehen lassen kann. Ich habe noch lange nicht alle seine Werke gelesen, fand bisher aber “Paris. Ein Fest fürs Leben” am besten. Ein Sammelband seiner Kurzgeschichten liegt auf meinem Nachttisch zum Lesen bereit.
Ähnlich wie mit Hemingwawy geht es mir auch mit Paul Auster. Auch seinen Stil mag ich sehr gerne und bin begeistert von seinen meist etwas surrealen Geschichten. Sein “Winterjournal”, in dem er sich auf sehr persönliche Art und Weise mit dem Älterwerden auseinandersetzt, liegt ebenfalls auf dem Stapel der Bücher, die ich demnächst lesen möchte.

Jetzt bin ich – wie immer – gespannt auf eure Empfehlungen aus diesen vier Ländern.

Den nächsten Beitrag dieser Reihe gibt es am Montag.

8 Gedanken zu “Literarische Weltreise meets Fußball-WM: Gruppe G

  1. Pah, ich hör nicht auf dich und empfehle ganz einfach meine Lieblingsamis, neben den ganz Bekannten. “Matt Ruff – Fool on the hill” und “Tom Robbins – Pan Aroma” oder auch “Völker dieser Welt relaxed”. Ich liebe diese Bücher, sie sind so schön abgedreht, aber nicht albern.

    Im Deutschen haben es mir irgendwie momentan die männlichen Autoren angetan, welche gute Unterhaltungsromane schreiben. Edgar Rai und Daniel Bielenstein. Ich mag sie einfach.
    Natürlich darf ich meine absoluten Lieblinge nicht vergessen: Wolfram Steinhauer, Gina Mayer und Bernhard Hennen. Alle anders, alle toll.
    Auch wenn du keine Krimis magst, ich lege dir trotzdem Simone Buchholz ans Herz. Sie schreibt Hamburgkrimis die einfach grandios sind. Die Staatsanwältin Chastity Riley aus der Reihe ist mir richtig ans Herz gewachsen.

    • Du darfst natürlich auch Bücher aus den USA empfehlen ;-) Matt Ruff mag ich auch, ich habe bisher aber nur “Ich und die anderen” von ihm gelesen. “Fool on the Hill” steht aber auch schon bereit.

      Von Daniel Bielenstein habe ich vor vielen Jahren auch mal was gelesen. Fand ich damals auch ganz nett, glaube ich. Mit Bernhard Hennen verbinde ich allerdings keine positiven Lese-Erinnerungen, durch “Die Elfen” habe ich mich nur gequält. Aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden, ich weiß, dass die Reihe viele Fans hat.

      Die Krimi-Empfehlungen interessieren ja vielleicht auch andere Leser. Und wer weiß, möglicherweise kommt die Krimi-Phase bei mir erst noch und dann habe ich gleich ein paar Empfehlungen parat.

  2. Das ist ja eine sehr geniale Idee dieses vermaledeite Fußball* mit einer Literaturreise verbinden. Obwohl mir dabei schmerzlich mein kleiner Horizont bewußt wird (deswegen schon mal: Hut ab, Papyrus, für deine vielen Empfehlungen). Seit der Portugalreise letztes Jahr wollte ich endlich mal einen portugiesische/n AutorIn lesen, aber bis jetzt Fehlanzeige. Ghana ebenso gähnende Leere. Bei den USA fällt mir jetzt spontan der Klassiker “Gone with the Wind”, den ich letztes Jahr mit großer Begeisterung gelesen habe. Und einer meiner absoluten Lieblingsautoren John Irving (besonders “The Hotel New Hampshire”). Vielleicht holt mich ja diese Verbindung Fußball-Literatur aus meinem Kinderbuch Lesemarathon raus und ich lese mal wieder etwas für Erwachsene ;)

    LG, Antonia

    *ich schau eigentlich ganz gern. mir hängen nur jetzt schon die “Fachgespräche” nach jedem Spiel aus dem Hals. So viel Nullaussagen in so kurzer Zeit hält man ja kaum aus…

    • Vielen Dank für dein Lob, es freut mich, dass dir meine Idee gefällt :-)

      “Gone with the wind” habe ich noch nicht gelesen, das interessiert mich aber auch noch. Dafür mochte ich “Das Hotel New Hampshire” von John Irving auch sehr gerne. Seitdem will ich gerne noch ein Buch von Irving lesen, scheiterte bisher aber daran, dass er so dicke Wälzer schreibt. Zu sowas kann ich mich selten aufraffen.

      • Die Ausrede mit Irving gilt nicht. Gerade die frühen Werke sind nicht so dick. “Die wilde Geschichte vom Wassertrinker” ist sogar dünner als “Das Hotel New Hampshire”. Es gibt noch mehr, aber die stehen (wie immer) noch ungelesen im Regal.

        • Oh, gut zu wissen! Meine Mutter hat “Die wilde Geschichte vom Wassertrinker” sogar zuhause. Dann leihe ich mir das demnächst mal aus.

  3. Afrikanische Autoren sind irgendwie so gar nicht meins. Ich weiß nicht mal woran das eigentlich genau liegt. Und das als Kulturwissenschaftlerin *gg* naja es kann einen eben nicht immer alles interessieren finde ich *g*
    Mit dem Lied hinter den Wolken bin ich auch nicht so ganz warm geworden. Ich glaub ich mag einfach diese eher “klassische” Fantasy nicht so gerne. Aber Oliver ist ja immer für eine Überraschung gut, also mal abwarten was er als nächstes schreibt und veröffentlicht. (Perry Rhodan mal ausgeklammert *g*) Die Magier find ich auch toll und empfehle sie jedem der eben wie ich mit bestimmter Fantasy seine Schwierigkeiten hat.

    Bei deutschen Autoren fallen mir jetzt grad eigentlich kaum welche ein. Kann aber auch daran liegen das ich ein schlechtes Namensgedächtnis habe und mir grad partout keiner einfällt der nicht so bekannt ist. *gg* Bei Amerika musste ich jetzt spontan an John dies at the And von David Wong denken, seeeeehr abgedreht aber wenn man feinsten Trash mag auf jeden Fall ein Blick Wert (alternativ kann man auch den Film schauen *g*)
    Und natürlich immer wieder J.D. Salinger, A great day for a banana fish und auch andere Kurzgeschichten von ihm sind ganz wunderbar. (und definitiv für Erwachsene wärend Der Fänger im Roggen ja eher vor allem Teenager anspricht). Zeitgenössischer sind natürlich die Harry Dresden Romane von Jim Butcher, aber da muss man Urban Fantasy gerne lesen und ich denk mal die Reihe auch einfach lieben *gg*

    • Natürlich, man kann nicht alles mögen. Ich muss auch in der Stimmung für afrikanische Autoren sein. Leider sind die Themen in ihren Büchern verständlicherweise nicht immer leicht zu verdauen.

      Ich bin auch schon sehr gespannt, was Oliver als nächstes schreibt. Seine bisherigen Romane sind so unterschiedlich, da kann man wirklich nicht vorhersagen, was als nächstes kommt.

      Ich glaube, “John dies at the End” hast du mir schon an anderer Stelle mal empfohlen, das steht schon auf meiner Wunschliste.

      Vielleicht muss ich es mal mit Salingers Kurzgeschichten versuchen. “Der Fänger im Roggen” und “Franny und Zooey” haben mir nämlich nicht so besonders gut gefallen.

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