Dirndl Sew-Along Teil 2: Entscheidungen

Heute geht der Dirndl Sew-Along schon in die zweite Runde. Entscheidungen stehen an: Welcher Schnitt soll es werden und aus welchem Stoff wird das Dirndl genäht?

Ich habe mich in den letzten Tagen genauer mit den mir zur Verfügung stehenden Schnitten und Stoffen auseinandergesetzt, bin aber noch nicht 100% sicher, wie mein Dirndl werden soll. Beim letzten Mal habe ich schon meine Quellen für Dirndl-Schnitte gezeigt. Da ist zu einen “Das Alpenchic-Dirndlbuch” und zum anderen die aktuelle Dirndl Revue 2014. Im Dirndlbuch gefallen mir die Schnitte nicht so gut, die Mieder sitzen überhaupt nicht an den Models und ich kann mir nicht vorstellen, dass das besser klappt, wenn man die dort gezeigten Dirndl nachnäht. Von der Dirndl Revue bin ich aber bei genauerem Hinsehen auch sehr enttäuscht. Es sind zwar viele verschiedene Schnitte enthalten, allerdings gibt es nur eine allgemeine Anleitung, die mir als Dirndl-Anfängerin nicht wirklich weiterhilft. Außerdem gibt es für die beiden Dirndl-Schnitte, die ich mir ausgesucht habe, keine Informationen zum Rockteil. Eine Information, wie breit die Stoffbahnen dafür sein sollten, wäre schon ganz interessant gewesen.

Die beiden Schnitte – zumindest für das Mieder – die für mich in Frage kommen sind Florentina (links) und Emma (rechts). Bei Florentina mag ich den runden Ausschnitt, bei Emma die Schnürung. Ich tendiere aktuell eher zu Emma, da ich noch nie Knopflöcher genäht habe und ich nicht noch eine zusätzliche Herausforderung bei diesem komplizierten Projekt brauche.

Wie ich schon angekündigt habe, war der ursprüngliche Plan, das Dirndl aus alter Bettwäsche zu nähen. Dafür habe ich schon seit langer Zeit einen Bettbezug mit Blumenmuster und einen karierten zuhause. Der karierte Stoff ist leider schon an vielen Stellen vergilbt und hat mehrere Löcher. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist daraus nur die Schürze zu machen und Mieder und Rock aus dem Blumenstoff zu nähen. Beim Kramen in meiner Stoffkiste ist mir allerdings noch ein anderer Stoff in die Hände gefallen, der geradezu danach schreit, ein Dirndl zu werden. Der Stoff fotografiert sich leider nicht so gut, in echt ist er dunkelgrün mit kleinen Blüten in hell- und dunkelviolett.

Ich denke, ich werde bei meinem ursprünglichen Plan bleiben und das Dirndl aus den blauen Stoffen nähen. Ein weiteres Dirndl kann ich dann immer noch nähen, wenn das erste fertig ist. Was meint ihr?

Besser spät als nie: Dirndl Sew-Along Teil 1

Schon am 16. Juli fiel der Startschuss für den Dirndl Sew-Along auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog. Ein (zweites) Dirndl will ich mir schon lange nähen, der Stoff liegt schon seit Jahren bereit, nur die Motivation fehlte. Der Sew-Along kommt für mich also gerade zur rechten Zeit.

Hier der Zeitplan des Sew-Along:
16.7.: Inspiration: Was gefällt mir, was möchte ich nähen?
30.7.: Wir haben uns entschieden: Stoff und Schnitt werden vorgestellt.
13.8.: Das Mieder / Leibchen
27.8.: Rock und Schürze
3.9.:  Bluse
10.9.: Großes Dirndl- und Trachten Defilée, stolz zeigen wir uns in unseren Gewändern.

Im ersten Beitrag soll es nun also um die Inspiration gehen. Vor einigen Jahren habe ich bei meiner Mutter die “Landlust” durchgeblättert und darin sehr hübsche Dirndl aus alter Bettwäsche gesehen. Die Zeitschrift habe ich nicht mehr, die Idee blieb aber hängen. Und so hat mir meine liebe Mama auch schon vor einiger Zeit die passende Bettwäsche auf dem Flohmarkt gekauft. Die Google-Suche “Dirndl aus alter Bettwäsche” führte mich auf die Seite einer Designerin, die genau diese Idee auch umsetzt. Ihre Dirndl werde ich bestimmt noch genauer unter die Lupe nehmen, bevor mein eigenes in Produktion geht.

Um mir ein paar Schnitte anschauen und diese vergleichen zu können, habe ich mir die aktuelle Dirndl-Revue und ein Dirndl-Nähbuch gekauft. Das Buch finde ich leider relativ einfallslos, außerdem sitzen die Dirndl sehr schlecht an den Models, das verleitet nicht gerade zum Nachnähen. Die Zeitschrift gefällt mir dafür sehr gut, darin sind einige Modelle enthalten, die für mich in Frage kommen. Bis zum nächsten Termin des Sew-Along habe ich also genug damit zu tun, mir einen Schnitt auszusuchen und mir zu überlegen, wie ich meine Stoffe am besten kombiniere.

Bestimmt werde ich mir außerdem noch die Inspiration der anderen Teilnehmer ansehen, vielleicht ist für mich auch dort noch eine Idee dabei.

EDIT: Ich habe mir gerade noch ein Inspirations-Board auf Pinterest angelegt, da werde ich ein paar Dirndl-Bilder sammeln

Mein kleines Reich mit neuer DIY-Pinnwand

München ist teuer, das hat sicher jeder schon mal gehört oder selbst erlebt. Deshalb wohnen wir auch seit Jahren in einer schnuckeligen 2-Zimmer-Wohnung mit nur 40 m². Und mit “wir” meine ich meinen Freund, mich und mehrere hundert Bücher. Jede Nische muss da natürlich ideal ausgenutzt werden und so befindet sich mein Arbeitsplatz in einer Ecke, in die andere wahrscheinlich nicht mal eine Zimmerpflanze stellen würden. IKEAs Micke mit nur 50 cm Breite macht es möglich.

Alles was mir zu meinen Glück noch fehlte, war bis vor kurzem eine passende kleine Pinnwand. Die habe ich mir ganz einfach und schnell selbst gebastelt. Benutzt habe ich einen Keilrahmen, ein Stück Stoff und dünnen Schaumstoff in passender Größe. Den Schaumstoff habe ich auf die Größe des Keilrahmens zugeschnitten, mit doppelseitigem Klebeband darauf befestigt, dann einfach den Stoff über das Ganze gezogen und hinten festgetackert. Ein farbig passendes Band zum Aufhängen wurde auch noch angebracht und fertig war die Pinnwand. Am Rand kann man zwar nichts anpinnen, weil der Holzrahmen darunter ist, ansonsten bin ich aber wirklich begeistert.

Passend zum Rosenmuster auf dem Stoff habe ich mir dann noch Pinnwandnadeln mit kleinen Marienkäfern gekauf. Gefunden habe ich sie bei ebay und es gibt auch noch Enten (die ich auch unbedingt haben musste) und Bienen. Total süß, findet ihr nicht?

Und auch wenn ich mein kleines Eckchen jetzt für mich optimiert habe, bin ich trotzdem froh, wenn wir irgendwann mal eine größere Wohnung mit einem Arbeitszimmer und einem großen Tisch haben, auf dem auch die Nähmaschine Platz hat.

Und wo schreibt ihr so eure Blogbeiträge? Zeigt doch auch mal!

Streifen, Streifen, Streifen!

Ich habe ganze Stapel von Ringelshirts im Schrank und auch alles andere mit Streifenmuster finde ich toll. Kein Wunder, dass der Color Affection Schal von Veera Välimäki gleich mein Herz erobert hat. Und so habe ich endlose Reihen rechte Maschen gestrickt, mich sogar noch in der Anleitung verlesen, noch mehr noch endlosere Reihen rechte Maschen gestrickt, aber irgendwann war ich fertig damit und bin vom Ergebnis richtig begeistert.

Hier hängt der Schal im Baum, damit man ihn mal in seiner vollen Größe sehen kann.

Und hier habe ich ihn mir mal irgendwie um den Hals gewickelt

Ich trage den Schal wirklich oft und finde, dass die Farbkombi eigentlich fast zu allem passt. Gerade stricke ich schon an einer zweiten Variante für meine Mama in ganz anderen Farben.

Strickmuster: Color Affection von Veera Välimäki
Wolle: Regia 4-fädig in schwarz und grau, Zitron Trekking 4fach in rot

Schaut doch auch mal bei RUMS vorbei, da gibt es noch mehr selbstgemachte Klamotten und Accessoires zu sehen.

Frühlingsjäckchen Knit Along – Das Finale

Nach 3 Wochen Blogabwesenheit und 1000 gelöschten Spamkommentaren bin ich wieder da und zeige euch heute mein fertiges Frühlingsjäckchen. Die Entstehungsgeschichte könnt ihr in den vergangenen Artikeln nachverfolgen:

InspirationAuswahl des Strickmusters, MaschenprobeZwischenstand 1Zwischenstand 2

Mir  fehlten zwar nur noch ein Ärmel und die Knöpfe, da ich in den letzten Wochen nicht gestrickt habe, ist das Jäckchen erst heute fertiggeworden. Das Wetter war am Ostersonntag aber auch nicht gut genug, um ein Sommerkleid mit Frühlingsjäckchen tragen zu können. Auch heute habe ich das Outfit nur für die Fotos angezogen und mich dann für wärmere Kleidung entschieden. Ich hoffe aber darauf, dass es bald eine Gelegenheit gibt, das Frühlingsjäckchen auszuführen.

Ich habe mich übrigens jetzt für 10 gleiche Knöpfe entschieden, der silberne Knopf, den ich für das obere Knopfloch gekauft hatte, wäre mir dann doch zu auffällig gewesen.

Das Jäckchen ist eine Miette nach einem Strickmuster von Andi Satterlund. Verwendet habe ich knapp über 350 g Schachenmayr Punto in schwarz.

Die anderen fertigen Frühlingsjäckchen gibt es auf dem Me Made Mittwoch Blog zu bewundern.