Top Ten Thursday – Sommerhighlights 2013

Heute mache ich das erste mal beim Top Ten Thursday mit. Normalerweise sind solche Listen nicht unbedingt mein Ding, vor allem wenn sie einfach nur unkommentiert gepostet werden. Heute finde ich das Thema aber richtig gut und möchte nochmal auf meinen Lesesommer 2013 zurückblicken. Zehn Highlights wird es aber definitiv nicht geben, sonst müsste ich jedes Buch, das ich diesen Sommer gelesen habe, auflisten. Stattdessen gibt es einfach je ein Highlight aus den Monaten Juni, Juli und August.

Juni: Maggie Shipstead – Seating Arrangements (auf Deutsch: Leichte Turbulenzen bei erhöhter Strömungsgeschwindigkeit)

Durch die sehr lesenswerte Rezension auf buzzaldrins Blog bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Der deutsche Titel ist mal wieder selten dämlich, viel zutreffender ist der englische. Es geht nämlich um eine Hochzeit und das ganze Drumherum. Der Roman spielt an nur drei Tagen und man begleitet die Familie der Braut und ihre Freundinnen bei den letzten Vorbereitungen. Was sich langweilig anhört, ist in Wahrheit richtig spannend, denn hinter der perfekten Fassade verbergen sich bei jedem der Charaktere tiefe Abgründe.

Juli: Eshkol Nevo – Vier Häuser und eine Sehnsucht

Der israelische Autor Eshkol Nevo nimmt den Leser mit in verschiedenen Häuser, verschiedene Familien und erzählt aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Alle kommen bei ihm zu Wort, ob jung, alt, Mann oder Frau. Erstaunlicherweise sind die Kapitel stilistisch so unterschiedlich, dass man sofort weiß, wer denn nun erzählt, obwohl der Name der Person nicht genannt wird. Behandelt werden ganz alltägliche und private Dinge, wie die Beziehung zwischen einem jungen Studentenpärchen, bis hin zu den ganz großen politischen Themen, Anschlägen und Attentaten. 

August: Lisa-Maria Seydlitz – Sommertöchter

Allein des Namens wegen darf “Sommertöchter” hier nicht fehlen. Juno erfährt durch einen anonymen Brief von ihrem Erbe, einem Ferienhaus in Frankreich. Sie bricht sofort dorthin auf, findet das Haus allerdings bewohnt vor. Sie genießt ihren Sommer in Frankreich und arbeitet ihre traumatische Kindheit auf, lässt den Leser in Rückblenden daran teilhaben. Lisa-Maria Seydlitz schafft mit wenigen Worten große Emotionen. Vieles wird subtil angedeutet, nicht detailliert ausgeführt, was ich grundsätzlich sehr gern mag. Man spürt in “Sommertöchter” förmlich die Hitze des französischen Sommers und wird von Juno mitgenommen auf eine emotionale Reise in die Vergangenheit.

Das war dann also eher ein “Top Three Thursday”. Dafür gibt es noch mein Sommerhighlight, das gar nichts mit Büchern zu tun hat: Ein sehr entspannter Urlaub am Gardasee im Juli.

Und was waren eure Sommerhighlights, egal welcher Art?

 

Literaturschaf on Tour – Dresden

Vergangenes Wochenede habe ich eine Kollegin in Dresden besucht. Ich war vorher schon drei Mal in der Stadt, allerdings immer dienstlich, so dass kaum Zeit blieb, dort noch etwas zu unternehmen. Nun gab es endlich die Gelegenheit, nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abzuklappern, sondern auch das Nachtleben und die Dresdner Neustadt kennenzulernen. Und ich muss schon zugeben, ich habe mich ein bisschen in die Stadt verliebt. Das fängt bei den coolen, gut gekleideten Menschen an und hört bei den – im Vergleich zu München – unschlagbar günstigen Preisen für Essen und Getränke auf. Für Shoppen war leider keine Zeit, aber ich habe unzählige Second-Hand-Shops und kleine individuelle Läden gesehen, die ich mir gerne näher angeschaut hätte. Nun ja, vielleicht beim nächsten Mal.

Ein paar Fotos sind in Dresden auch wieder entstanden und netterweise hat auch das Wetter mitgespielt, so dass es hübschen blauen Himmel zu sehen gibt.

Eigentlich ist es schade, dass man so selten im eigenen Land Urlaub macht, es gäbe so viel Schönes zu entdecken. Während meines Auslandssemesters in England war ich jedes Wochenende unterwegs, aber von Deutschland kenne ich sehr wenig. Geht euch das auch so? Habt ihr Empfehlungen, was man in Deutschland unbedingt mal gesehen haben sollte?

Literaturschaf on Tour – Prag

Urlaub gab es dieses Jahr zwar nicht viel, dafür “durfte” ich letzte Woche zu einer Konferenz nach Prag fahren. Das war zwar mit viel Arbeit verbunden, ich hatte aber auch ein bisschen Zeit um mir die Stadt anzusehen.

Unvermeidliches Motiv: Die Karlsbrücke

Und das Gedränge auf der Brücke

Alle fahren Tretboot, nur ich muss arbeiten.

Der Wenzelsplatz bei Nacht

Es fehlt: Ein Foto der Astronomischen Uhr. Ich bin zwar gefühlte hundert mal daran vorbeigelaufen, bei den Touristenmassen, die zu jeder vollen Stunde davor stehen, ist mir aber die Lust auf ein Foto vergangen.

Wart ihr schon mal in Prag? Wie fandet ihr die Stadt? Mir hat es eigentlich ganz gut gefallen, seit meinem letzten Besuch vor 5 Jahren ist es allerdings viel “westlicher” geworden, mit Starbucks und McDonalds an jeder Ecke und den Standard-Klamottenläden (H&M etc.). Die Touristenmassen sind natürlich auch gewöhnungsbedürftig und es war vermutlich noch nicht mal richtig voll, da ich unter der Woche dort war.

Ostern 2013

Viel zu schnell war das schöne Osterwochenende mit meiner Familie vorbei. Hier noch ein paar Bilder, bevor es zurück in den Alltag geht.

Selbstgestrickte Häschen als kleine Ostergeschenke für die Familie

Zuwachs für die Literaturschaf-Familie. Aus Platzgründen wohnt es allerdings bis auf weiteres bei meiner Mama

Veganer Karottenkuchen, der sogar die skeptischen Großeltern überzeugt hat

Auch große Kinder bekommen noch ein Osternestchen :-) Danke Mama!

Im nächsten Beitrag geht es dann auch wieder um Bücher, versprochen!

Juli und August in Büchern

Viel gelesen habe ich in letzter Zeit nicht, dafür habe ich einige andere schöne Dinge gemacht. Zum Beispiel auf einem Forentreffen viele liebe Menschen wiedergesehen, ein Wochenende mit meinen Mädels in den Bergen verbracht…

… viel gelaufen (aktuell allerdings Dank Verletzung nicht) und mehr schlecht als recht Fußball gespielt, ein Wochenende lang am Ammersee entspannt…

… und zwischendurch trotz allem immer mal wieder ein Buch zur Hand genommen.

Juli:

E.L. James – Fifty Shades of Grey :sheep4:
Das Skandal-Buch fand ich zwar ganz unterhaltsam, aber wenig skandalös.

E.L. James – Fifty Shades Darker :sheep3:
Der zweite Teil der Trilogie war schon etwas weniger interessant und noch weniger skandalös und plätschert nur so vor sich hin.

Alan Bradley – A Red Herring Without Mustard :sheep4:
Auch Flavias dritter Fall war unterhaltsam und spannend.

Heinrich Harrer – Sieben Jahre in Tibet
:sheep3:
Die Erinnerungen des weitgereisten Bergsteigers waren einerseits zwar sehr interessant, andererseits auch recht ermüdend geschrieben.

Alessia Gazzola – Mit Skalpell und Lippenstift :sheep4:
Ein netter Krimi mit einer sympathischen Hauptfigur.

Schulamit Meixner – ohnegrund :sheep4:
Ich bin zwar über die ein oder andere Formulierung gestolpert, aber die Geschichte, die sich da auf so wenigen Seiten entfaltet fand ich sehr eindringlich.

Daniel Kehlmann – Die Vermessung der Welt :sheep3:
Hier bin ich sehr zwiegespalten. Einerseits hat mich der Schreibstil beeindruckt, aber andererseits fand ich das Buch stellenweise auch recht langweilig.

August:

Haruki Murakami – Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede :sheep5:
Ein tolles Buch und mein Highlight der letzten Monate. Murakami kann so ansteckend über seine Begeisterung für das Laufen schreiben, dass man am liebsten sofort die Schuhe anziehen und loslaufen würde.

Anne Donovan – Being Emily :sheep4:
Eine unterhaltsame Familiengeschichte, die in schottischem Akzent geschrieben ist und sich auch so positiv vom Einheitsbrei abhebt.

Rainer Krack – Kulturschock Indien :sheep4:
Dieses Buch habe ich als Vorbereitung auf meine Indienreise gelesen. Es war zwar interessant und ich habe einiges gelernt, andererseits fand ich es sprachlich manchmal komisch und auch die Themenauswahl konnte ich nicht immer nachvollziehen.