Der April 2013 in Büchern

Ein dickes Buch und die zugehörige Leserunde haben mich im April viel Zeit gekostet. Deshalb habe ich auch nur drei Bücher gelesen.

Nataša Dragnić – Immer wieder das Meer :sheep3:

Drei Schwestern, ein Mann und die Hitze Italiens. Eigentlich hatte ich mich sehr auf Nataša Dragnićs zweiten Roman gefreut. Doch leider kamen die großen Gefühle bei mir nicht an, der Funke wollte nicht richtig überspringen. Für mich leider nur Sommer-Sonne-Strand-Lektüre und nicht der literarisch anspruchsvolle Liebesroman, den ich erwartet hatte.

 

 

Meike Winnemuth – Das große Los :sheep5:

Meike Winnemuth hat bei “Wer wird Millionär” 500.000 Euro gewonnen und darauf hin eine Weltreise gemacht. 12 Monate, 12 Städte. Aus jeder Stadt hat sie einen Brief geschrieben an Freunde, Verwandte, Zufallsbekanntschaften. Diese 12 Briefe gibt es in ihrem Buch zu lesen, ergänzt mit einigen Tipps für angehende Weltreisende und vielen schönen Fotos. Ich hatte damit richtig viel Spaß und habe auch ein bisschen Fernweh bekommen.

 

Oliver Plaschka – Das Licht hinter den Wolken :sheep4:

Bei “Das Licht hinter den Wolken” handelt es sich um einen komplexen, anspruchsvollen Fantasyroman. Ich mag es eigentlich gerne, mir Gedanken zu einem Buch zu machen und Zusammenhänge selbst zu erkennen, ohne dass der Autor sie vorkaut. Hier war es manchmal etwas schwierig, weil ich in einer Leserunde gelesen habe und viele Lesepausen machen musste und mich zwischendurch mit den Spekulationen der anderen Teilnehmer auseinander setzen musste. Dadurch hatte das Buch einen etwas schwereren Stand, als wenn ich es alleine in meinem Tempo hätte lesen können.

 

März 2013 in Büchern

Im März habe ich es immerhin auf 5 Bücher gebracht, das Februar-Lesetief scheint überwunden

Ernst Penzoldt – Squirrel :sheep2:

Squirrel war die Lektüre für das März-Treffen meines Münchner Literaturkreises. Leider hat mir weder die Handlung noch der Stil besonders zugesagt, weshalb mir das Buch sicher nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

Isaac Marion – Warm Bodies :sheep4:

Da der deutsche Titel “Mein fahler Freund” mich schon immer abgeschreckt hat, habe ich zuerst den Film im Kino gesehen und fand diese Liebesgeschichte zwischen einem Zombie und einem Mädchen sehr gut. Danach musste das Buch doch gelesen werden. Und obwohl ich die Handlung beim Lesen schon kannte, hat mir das Buch noch besser als der Film gefallen, da man die Charaktere besser kennenlernt und das Buch auch nicht so kitschig ist wie der Film. Insgesamt ist aber sowohl Buch als auch Film empfehlenswert!

Markolf Hoffmann – Ines öffnet die Tür :sheep4:

“Ines öffnet die Tür” ist so spannend, dass ich es an einem Tag komplett verschlungen habe. Eine geheimnisvolle Tür, ein versteckter Raum mit seinen ganz eigenen Regeln, eine verschwundene Großmutter und eine sympathische jugendliche Hauptfigur ergeben ein richtig tolles Jugendbuch, mit dem ich viel Spaß hatte.
John Green – An Abundance of Katherines :sheep3:

Nach dem grandiosen “The Fault in Our Stars” hatte ich sehr hohe Erwartungen an mein zweites Buch von John Green. Am Anfang gibt es so gut wie gar keine Handlung, das nervige Wunderkind Colin klagt andauernd darüber, dass die 19. Katherine mit ihm Schluss gemacht hat und auch die interessanten Nebenfiguren können das nicht retten. Als endlich so etwas wie Handlung einsetzt ist es schon zu spät und das Buch dann auch viel zu schnell vorbei, obwohl mich das Ende ein bisschen mit der ersten Hälfte versöhnt hat.
Benjamin Markovits – Manhattan Love Story :sheep5:

Das Buch hat leider einen absolut dämlichen deutschen Titel bekommen. Wenn ich das Buch nicht unter dem englischen Titel “Either Side of Winter” entdeckt hätte, hätte es sicher nicht meine Aufmerksamkeit erregt, da ich einen kitschigen Liebesroman erwartet hätte. Dabei handelt es sich um vier Episoden, in denen alle Hauptpersonen auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit sind, aber nicht finden. Dafür hat Benjamin Markovits seinen ganz eigenen Stil gefunden, der mir persönlich sehr gut gefallen hat. Es gibt wenig wörtliche Rede, dafür wird viel beschrieben, was in den Figuren und um sie herum passiert. Das Buch mit dem dämlichsten Titel ist also mein Highlight des Monats und definitiv eine Empfehlung!

Januar/Februar 2013 in Büchern

So schnell ist wieder ist ein Viertel des Jahres vergangen und ich habe weder viel gelesen, noch viel gebloggt. Einen kleinen Rückblick auf meine Lektüre der letzten Monate soll es aber noch geben. Hier schon einmal Januar und Februar, der März-Rückblick folgt dann in den nächsten Tagen.

Januar

Hyok Kang – Ihr seid hier im Paradies. Meine Kindheit in Nordkorea :sheep4:

Ein beeindruckendes Buch über eine Kindheit in Nordkorea. Hyok Kang erzählt schonungslos über Unterdrückung und Hungersnöte und schließlich auch über die Flucht über China nach Südkorea. Gerade aufgrund der aktuellen politischen Situation fand ich es spannend, ein Buch aus einem Land zu lesen, über das man kaum etwas weiß und vielen Quellen auch nicht vertrauen kann.

 

Yasmin Crowther – The Saffron Kitchen :sheep4:

The Saffron Kitchen (deutscher Titel: Die Farbe von Safran) erzählt die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, die schwer unter der Vergangenheit leidet. Erst eine gemeinsame Reise in die Heimat der Mutter, den Iran, und ein Treffen mit einer lange verlorenen Liebe schaffen gegenseitige Akzeptanz und Verständnis. Ein emotionales Buch über die Kluft zwischen einer traditionellen Erziehung und einem Leben in der westlichen Welt, das ich mit Begeisterung gelesen habe.

 

Lloyd Jones – Mister Pip :sheep2:

Der neuseeländische Autor Lloyd Jones erzählt die Geschichte einer Insel im Südpazifik, der kleinen Matilda und ihrem Lehrer, der aus ermangelung einer pädagogischen Ausbildung den Kindern “Große Erwartungen” von Charles Dickens in der Schule vorliest. Leider bin ich mit der Geschichte nicht warm geworden und kann auch die Grausamkeiten und die unnötige Brutalität nicht nachvollziehen, die einen ganz unvorbereitet treffen.

 

Wolfgang Herrndorf – Tschick :sheep5:

Zwei Außenseiter und ein gemeinsamer Roadtrip ergeben eine spannende und bis zur letzten Seite unterhaltsame Geschichte, wie ich sie schon lange nicht mehr gelesen habe. Der verwöhnte Maik, den seine Eltern in den Ferien allein mit Haus und Pool lassen und Tschick, der aus zweifelhaften Verhältnissen stammt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch entwickeln sie auf ihrer Reise mit dem gestohlenen Lada eine ganz besondere Freundschaft. Ich war wirklich traurig, dass ich die beiden nicht weiter beim Erwachsenwerden beobachten durfte.

 

Februar

Catherynne M. Valente – The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making :sheep4:

Catherynne M. Valente hat eine phantastische, fantasievolle Mischung aus Alice im Wunderland und Der Zauberer von Oz geschrieben. Die kleine September reitet auf dem grünen Wind ins Land der Feen, wo sie allerlei skurrile Gestalten trifft und das ein oder andere Abenteuer erlebt. Die Protagonistin ist dabei sehr niedlich und alle Figuren wirklich einzigartig, auch wenn die Ähnlichkeiten zu anderen Fantasybüchern oft nicht zu übersehen sind. Ich habe allerdings ein bisschen gebraucht, bis ich mich mit der Sprache und der abgefahrenen Geschichte angefreundet hatte.

 

Catherynne M. Valente – The Girl Who Ruled Fairyland – For a Little While :sheep4:

Eine Kurzgeschichte von Catherynne M. Valente, die es hier kostenlos zu lesen gibt. Es handelt sich dabei zwar eigentlich um die Vorgeschichte von “The Girl Who Circumnavigated Fairyland in a Ship of Her Own Making”, man sollte sie im Idealfall aber erst danach lesen, da man sich sonst spoilern könnte. Mir hat die kurze Geschichte fast besser gefallen als das Buch.

 

Gail Carriger – Etiquette & Espionage :sheep4:

Nach dem Ende der Parasol Protectorate Reihe gibt es endlich Lese-Nachschub von Gail Carriger! Ihre neue Reihe spielt in der gleichen Welt, statt London ist der Schauplatz hier eine Schule für junge Mädchen, die neben Etikette allerdings auch in Spionage und Kampftechniken unterrichtet werden. Sophronia landet dort unvorbereitet, fügt sich aber schnell ein und findet Freunde und Abenteuer. Die neue Reihe ist für Jugendliche geschrieben ist, deshalb fehlen die Anzüglichkeiten, die man von Alexia und Lord Maccon kennt, doch trotzdem ist Etiquette & Espionage nicht weniger unterhaltsam und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die laut Amazon im November erscheint.

Ich wünsche allen meinen Lesern frohe Ostern und hoffe, dass ich meine Vorsätze in Zukunft wieder regelmäßiger zu bloggen umsetzen kann.

Juli und August in Büchern

Viel gelesen habe ich in letzter Zeit nicht, dafür habe ich einige andere schöne Dinge gemacht. Zum Beispiel auf einem Forentreffen viele liebe Menschen wiedergesehen, ein Wochenende mit meinen Mädels in den Bergen verbracht…

… viel gelaufen (aktuell allerdings Dank Verletzung nicht) und mehr schlecht als recht Fußball gespielt, ein Wochenende lang am Ammersee entspannt…

… und zwischendurch trotz allem immer mal wieder ein Buch zur Hand genommen.

Juli:

E.L. James – Fifty Shades of Grey :sheep4:
Das Skandal-Buch fand ich zwar ganz unterhaltsam, aber wenig skandalös.

E.L. James – Fifty Shades Darker :sheep3:
Der zweite Teil der Trilogie war schon etwas weniger interessant und noch weniger skandalös und plätschert nur so vor sich hin.

Alan Bradley – A Red Herring Without Mustard :sheep4:
Auch Flavias dritter Fall war unterhaltsam und spannend.

Heinrich Harrer – Sieben Jahre in Tibet
:sheep3:
Die Erinnerungen des weitgereisten Bergsteigers waren einerseits zwar sehr interessant, andererseits auch recht ermüdend geschrieben.

Alessia Gazzola – Mit Skalpell und Lippenstift :sheep4:
Ein netter Krimi mit einer sympathischen Hauptfigur.

Schulamit Meixner – ohnegrund :sheep4:
Ich bin zwar über die ein oder andere Formulierung gestolpert, aber die Geschichte, die sich da auf so wenigen Seiten entfaltet fand ich sehr eindringlich.

Daniel Kehlmann – Die Vermessung der Welt :sheep3:
Hier bin ich sehr zwiegespalten. Einerseits hat mich der Schreibstil beeindruckt, aber andererseits fand ich das Buch stellenweise auch recht langweilig.

August:

Haruki Murakami – Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede :sheep5:
Ein tolles Buch und mein Highlight der letzten Monate. Murakami kann so ansteckend über seine Begeisterung für das Laufen schreiben, dass man am liebsten sofort die Schuhe anziehen und loslaufen würde.

Anne Donovan – Being Emily :sheep4:
Eine unterhaltsame Familiengeschichte, die in schottischem Akzent geschrieben ist und sich auch so positiv vom Einheitsbrei abhebt.

Rainer Krack – Kulturschock Indien :sheep4:
Dieses Buch habe ich als Vorbereitung auf meine Indienreise gelesen. Es war zwar interessant und ich habe einiges gelernt, andererseits fand ich es sprachlich manchmal komisch und auch die Themenauswahl konnte ich nicht immer nachvollziehen.

Der Juni in Büchern

Und wieder ein Monat vorbei. Und wieder nicht so viel gelesen, wie ich es gerne hätte. Aber immerhin eine kleine Liste, die den Namen Liste verdient hat:

Herbert Steffny – Optimales Lauftraining :sheep4:
Herbert Steffnys Buch ist sehr hilfreich, es bietet alles Wissenswerte zum Lauftraining inklusive ausführlicher Trainingspläne und Ernährungstipps.

Sophie Kinsella – Mini Shopaholic :sheep3:
Mit etwas Abstand zum letzten Band fand ich auch den 6. Teil der Shopaholic-Reihe wieder gewohnt unterhaltsam. Die früheren Bände mochte ich aber lieber. Becky shoppt jetzt einfach zu wenig und hat eher andere Probleme.

Michel Birbaek – Die Beste zum Schluss :sheep3:
Ein unterhaltsamer Liebesroman für heiße Sommertage. Nachdem ich von “Nele und Paul” sehr enttäuscht war, hat es sich zwar gelohnt, dem Autor eine zweite Chance zu geben, ein großer Fan von ihm werde ich trotzdem nicht.

Mascha Kaléko – In meinen Träumen läutet es Sturm :sheep5:
Mascha Kalékos lebensnahe, berührende Gedichte haben mir sehr gefallen. Ich bin froh, dass ich das Nachwort, das auch Kalékos Leben beschreibt, vor den Gedichten gelesen habe. Dadurch wurden Zusammenhänge klar, die mir sonst nicht aufgefallen wären.

Régis de Sá Moreira – Das geheime Leben der Bücher :sheep3:
Hier ist mir irgendwie der Zugang verborgen geblieben, ich weiß nicht so recht, was mir dieses Buch sagen will. Ich fand es doch eher seltsam.