Montagsfrage: Happy End erwünscht?

Heute fragt Nina, ob ein Happy End nötig/erwünscht ist, oder ob man auch mal mit nicht ganz so positiven oder offenen Enden leben kann.

Ich finde das eine sehr spannende Frage, denn meistens ärgere ich mich sogar über ein Happy End. Für viele Leser scheint es aber die Voraussetzung für ein gutes Buch zu sein. Versteht mich nicht falsch, wenn ich Chick-Lit lese, möchte ich auch, dass das Pärchen am Ende zusammen ist. Bei ernsthafterer Literatur ist es mir aber meistens lieber, wenn am Ende nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. In der Realität gibt es ja auch keine Happy Ends, da gibt es vielleicht glückliche Momente, aber danach geht der Alltag trotzdem weiter.

Am liebsten ist es mir allerdings, wenn es ein offenes Ende gibt. Ich muss als Leser nicht alles vorgekaut bekommen, mir gefällt es, wenn ich mir selbst Gedanken machen kann, manchmal zwischen den Zeilen lesen muss. Es ist doch toll, wenn es Spielraum für Interpretationen gibt, wenn ein anderer Leser eine Situation vielleicht ganz anders bewertet, als ich es tue. Erst dann macht es auch richtig Spaß, über ein Buch zu diskutieren.

Wie seht ihr das? Muss es ein Happy End sein oder ist für euch auch ein offenes oder nicht ganz positives Ende ok?

Autor oder Autorin – Die Montagsfrage

Diese Woche stellt Nina von Libromanie wieder eine interessante Frage:
“Autor oder Autorin, von wem lest ihr mehr Bücher?”

Spontan würde ich sagen, dass ich hauptsächlich Bücher von Männern lese. Da ich ein Statistik-Freak bin, kann ich das sogar nachprüfen:

2007: 41 Männer (59 %) – 29 Frauen (41 %)
2008: 69 Männer (69 %) – 31 Frauen (31 %)
2009: 82 Männer (68 %) – 38 Frauen (32 %)
2010: 70 Männer (74 %) – 25 Frauen (26 %)
2011: 54 Männer (57 %) – 40 Frauen (43 %)
2012: 35 Männer (50 %) – 35 Frauen (50 %)
2013: 27 Männer (53 %) – 24 Frauen (47 %)
2014 bisher: 9 Männer (75 %) – 3 Frauen (25 %)

Insgesamt: 387 Männer (63 %) – 225 Frauen (37 %)

Mein Gefühl war also richtig, ich lese viel mehr Bücher von Männern als von Frauen. Das ist bei mir allerdings keine bewusste Entscheidung, sondern es ergibt sich so. Ich denke, dass es einfach mehr Klassiker und zeitgenössische Literatur von Männern gibt. Die Bücher von Frauen sind bei mir dann meistens der schnelle Liebesroman für Zwischendurch.

Wie sieht das bei euch so aus?

Die Montagsfrage

Nina von Libromanie hat die Montagsfrage übernommen und möchte diese Woche folgendes wissen: Gibt es ein Buch, das dir beim Lesen supergut gefallen hat, von dem du dir aber sicher bist, dass du es inzwischen gar nicht mehr mögen würdest?

Es hat mir beim Lesen zwar nicht “supergut” sondern nur gut gefallen, ich fand es aber sehr unterhaltsam und habe zumindest den ersten Band gerne gelesen: E.L. James – Fifty Shades of Grey

Das Buch ist unheimlich schlecht geschrieben, die Handlung ist platt und trotzdem habe ich mich vor zwei Jahren von diesem Sog mitreißen lassen, den die Geschichte auf mich ausübte. Ich möchte es definitiv nicht nochmal lesen und bin mir sicher, dass ich die Kritikpunkte, die ich damals nur am Rande wahrgenommen habe, jetzt nicht mehr so leicht übersehen könnte. Beim Weiterlesen bin ich dann aber schon damals zur Vernunft gekommen, Band 2 habe ich noch mit mäßiger Begeisterung gelesen und Band 3 nach wenigen Seiten entnervt abgebrochen.

Mit “Twilight” ging es mir eigentlich ähnlich, den ersten Band habe ich verschlungen, danach ließ der Spaß an der Reihe stetig nach, trotzdem habe ich die 4 Bücher vor einigen Jahren in Rekordzeit gelesen. Heute kann ich mir nicht vorstellen, so etwas überhaupt noch zu zur Hand zu nehmen, aber damals hatte ich Spaß.

Habt ihr auch gute Erinnerungen an ein Buch, das euch jetzt sicher nicht mehr gefallen würde?

[Montagsfrage] Bist du in Literaturportalen oder Foren unterwegs?

:sheep: Die Montagsfrage ist eine Aktion von Paperthin :sheep:

Angemeldet bin ich bei Lovelybooks, Goodreads und in einem Literaturforum und wahrscheinlich noch als Karteileiche bei anderen Portalen, die ich schon wieder vergessen habe.

Lovelybooks nutze ich gar nicht mehr, weil ich die Seite sehr unübersichtlich finde. Goodreads mag ich eigentlich ganz gerne, aber auch dort beteilige ich mich kaum. Ich trage meine gelesenen Bücher und die zugehörigen Bewertungen ein, um den Überblick zu behalten, das war es aber auch schon.

Seit über 7 Jahren bin ich im Forum von Literaturschock angemeldet und dort auch immer noch halbwegs aktiv. Oft fehlt mir zwar die Zeit und ich schreibe lange nicht mehr so viel wie früher, schaue aber doch täglich mal vorbei. Es hat sich natürlich viel verändert in der Zeit, viele Mitglieder, die ich sehr geschätzt habe, haben sich abgemeldet oder beteiligen sich nicht mehr. Trotzdem kenne ich den Geschmack von den meisten und kann Rezensionen besser einschätzen als anderswo. Außerdem kenne ich einige Mitglieder inzwischen persönlich, es haben sich Freundschaften im realen Leben entwickelt. Ich schaue dort also immer noch regelmäßig vorbei und stelle auch meine Rezensionen ein.

Grundsätzlich ist die Zeit, die ich mir für andere Literaturseiten nehme, aber zurückgegangen, seit ich meinen eigenen Blog habe.

[Montagsfrage] Was hältst du von Leserunden?

:sheep: Die Montagsfrage ist eine Aktion von Paperthin :sheep:

Liest du lieber für dich oder teilst du deine Eindrücke während des Lesens gerne mit anderen? Hast du schonmal an einer Leserunde teilgenommen? In welchem Rahmen? Hat’s Spaß gemacht? Was hältst du von Leserunden?

Früher mochte ich Leserunden sehr gerne. Ich habe mir manchmal einen richtigen Leseplan mit mehreren Leserunden pro Monat erstellt. Doch im Laufe der Zeit artete das immer mehr in Stress aus und kaum eine Leserunde hat mir noch richtig Spaß gemacht.

Entweder hat man zum angepeilten Termin doch nicht wirklich Zeit und alle anderen sind mit dem Buch durch, bevor man selbst angefangen hat, oder man fängt zum Starttermin mit dem Buch an, aber sonst meldet sich niemand in der Leserunde und man diskutiert ins Leere. Viele Menschen sind online leider nicht so zuverlässig, wie sie in der Realität sein würden und sagen kurzfristig ab oder beteiligen sich nur halbherzig.

Meistens sind die Diskussionen auch nicht so spannend, viele Teilnehmer fassen nur den Inhalt zusammen und sagen, dass es ihnen gefällt, oder eben nicht. Das verstehe ich aber nicht unter einer Buchdiskussion. Allerdings eignet sich auch nicht jedes Buch für eine Leserunde.

Hin und wieder lasse ich mich aber doch zu einer Leserunde hinreißen. Gerade eben nehme ich an einer autorenbegleitete Runde mit Oliver Plaschka zu seinem neuen Roman “Das Licht hinter den Wolken” auf Leserunden.de teil. Es sind zwar sehr viele Teilnehmer dabei, was schnell etwas unübersichtlich wird, aber es gibt viele Diskussionen und spannende Spekulationen zum weiteren Verlauf der Geschichte. Oliver ist auch sehr aktiv dabei und liefert viele Hintergrundinfos. An dieser Leserunde habe ich richtig viel Spaß, auch wenn ich in der Zeit, die ich zum Beiträge Lesen und Schreiben brauche, schon wieder ein anderes Buch lesen könnte.

Und ihr so?