O Tannenbaum…

Nun ist also der Tag da, auf den wir die letzten Wochen hingefiebert haben. Ich hoffe ihr habt die Vorweihnachtszeit alle gut überstanden und euch nicht zu viel Stress gemacht.

Heute will ich euch noch meinen kleinen süßen Weihnachtsbaum zeigen. Wir verbringen die Weihnachtstage zwar immer bei unseren jeweiligen Familien, wollten dieses Jahr aber trotzdem zum ersten Mal ein kleines Bäumchen haben. Der Kleine hat mich vor den Feiertagen noch ganz schön Nerven gekostet, da er meine sauber geputzte Wohnung mit Erdklumpen und Nadeln verdreckt und eine tiefe Schnittwunde an meinem Finger verschuldet hat (da ich mich beim Abschneiden der Spitze mit einem Teppichmesser etwas doof angestellt habe). Ich muss mich außerdem für die schlechten Fotos entschuldigen, die sind noch ganz schnell entstanden, bevor wir in den Weihnachtsurlaub aufgebrochen sind.

Geschmückt habe ich den Baum mit kleinen silbernen Kugeln und selbstgebastelten Papier-Diamanten aus dem schwarz-weißen Origami-Papier aus meinem Supercraft Kit. Die Diamanten waren ganz leicht zu falten, obwohl sich die Anleitung im ersten Moment etwas kompliziert liest. Das Zusammenkleben am Ende war etwas friemelig, lässt sich aber mit etwas Geduld auch schaffen. Ich habe insgesamt acht Papier-Diamanten gebastelt und pro Stück ungefähr 15-20 Minuten gebraucht. Auf dem Detailfoto sieht man (leider) auch, dass es bei mir nicht immer so genau geht. Am Baum fallen aber kleine Ungenauigkeiten zum Glück nicht auf. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, nach den Weihnachtstagen bei meiner Familie wieder in meine Wohnung zu meinem kleinen Bäumchen zu kommen.

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, erholsame Feiertage mit ein paar Lesestunden, gutes Essen und schöne Geschenke.

 

Weihnachtsstöckchen

Ich habe das Gefühl, dass ich von nichts anderem mehr schreibe als von Weihnachten, Weihnachtsbüchern, Weihnachtsplätzchen. Ich hoffe ihr verzeiht mir, wenn es jetzt schon wieder einen Weihnachts-Blogbeitrag gibt. Ich wurde nämlich von der lieben Papyrus mit einem Weihnachtsstöckchen beworfen. Damit sind folgende Regeln verbunden:

Wenn ihr das Stöckchen bekommt, kopiert das Bild mit dem Weihnachtsstöckchen und die Regeln in eurem Blogpost und beantwortet die folgenden Fragen:
1. Was ist euer Lieblingsweihnachtsbuch?
2. Was ist euer absoluter Favorit in Sachen Weihnachtsfilm?

Mein Lieblingsweihnachtsbuch

Ich habe mich ja schon vor ein paar Tagen ausführlich zu Weihnachtsbüchern geäußert. Ein richtiger Favorit ist aber nicht dabei. “Das Weihnachtsgeheimnis” von Jostein Gaarder ist mir nicht mehr so gut in Erinnerung, dass ich es als Favoriten bezeichnen könnte, da ich es vor vielen Jahren gelesen habe. Die anderen Weihnachtsbücher waren zwar ganz nett, aber haben es nicht zu meinen Lieblingsbüchern geschafft. Mein ultimatives Lieblingsweihnachtsbuch muss ich also erst noch finden.

Mein Lieblingsweihnachtsfilm

Da muss ich jetzt ja ganz langweilig “Tatsächlich Liebe” sagen. Sonst fällt mir kein Weihnachtsfilm ein, den ich öfter als einmal gesehen hätte. Ich mag Episodenfilme allgemein sehr gerne und hier gibt es einfach so viele schöne Geschichten, die genau im richtigen Verhältnis kitschig, romantisch, traurig etc. sind. Ansonsten fand ich ja auch “Liebe braucht keine Ferien” ganz nett für die Weihnachtszeit. Und “Sissi” kann man auch hin und wieder anschauen. Aber ein großer Fan von Weihnachtsfilmen bin ich eher nicht.

Ich möchte das Stöckchen jetzt nicht konkret an jemanden weitergeben, aber wenn ihr Lust auf die Beantwortung der beiden Fragen habt, könnt ihr das einfach machen. Alternativ auch gerne hier in den Kommentaren.

Literaturschaf-Weihnachtsbäckerei 2013

Richtig viele Plätzchen habe ich eigentlich nie gebacken. In den letzten Jahren habe ich mich meistens auf Zimtsterne beschränkt und diese auch ganz alleine aufgegessen, da sie meine absoluten Lieblingsplätzchen sind. Dieses Jahr fehlte mir die Motivation, obwohl ich mir extra ein veganes Weihnachtsbackbuch gekauft hatte (“Von Christstollen bis Zimtstern – Vegane Weihnachtsbäckerei” von Roland Rauter). Gestern hat es mich dann aber doch noch gepackt und ich habe gleich drei Sorten auf einmal gemacht. Mit meiner Ausbeute bin ich ganz zufrieden und für unseren 2er Haushalt reicht das auch locker bis Weihnachten.

Sehr aufwändige Sorten, bei denen man jedes Plätzchen fünfmal in die Hand nehmen muss, backe ich übrigens nie, denn dann verliere ich schon beim ersten Blech die Lust. Ich habe mich also für eher schnelle Rezepte entschieden, die nicht zu viele Arbeitsschritte erfordern. Außerdem habe ich darauf geachtet, dass nur eine Sorte dabei ist, die man ausstechen muss, das beginnt nämlich immer als großer Spaß, endet aber nach kürzester Zeit in großem Frust.

1. Husarenkrapferl nach Roland Rauter

Zutaten:
200 g Mehl
140 g Margarine
80 g Puderzucker
80 g gemahlene Mandeln
2 EL Sojadrink
2 TL Vanillezucker (bei mir: etwas gemahlene Vanille)
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer Zitrone (bei mir: ein Spritzer Zitronensaft)
200 g Johannisbeermarmelade

Aus allen Zutaten einen glatten Teig herstellen, 2 Stunden in Frischhaltefolie im Kühlschrank kühlen, dann kleine Kügelchen formen und mit einem Finger oder dem Stiel eines Kochlöffels kleine Mulden hineindrücken. Bei 170°C ca. 12 Minuten backen. Dann die Marmelade in einem kleinen Topf aufkochen und in die Mulden der noch warmen Husarenkrapferl füllen.

Husarenkrapferl habe ich immer gerne gegessen, aber noch nie selbst gebacken. Ich habe sie mir aber auch aufwändiger vorgestellt, als sie wirklich waren. Ich habe das Rezept aus dem Buch verdopptelt, da sich die Menge im Original nach extrem wenig anhörte. Es sind dann knapp 40 Plätzchen geworden. Ich finde sie sehr gut, aber auch recht süß. Wer es weniger süß mag, sollte die Zuckermenge reduzieren. 200 g Marmelade waren auch etwas zu viel, vielleicht mache ich beim nächsten Mal aber auch einfach die Mulden größer. Ich kann mir auch gut andere Marmeladensorten in den Plätzchen vorstellen, vielleicht probiere ich es nächstes Mal mit Himbeer- oder Aprikosenmarmelade.

2. Heidesand Plätzchen (Quelle: VEBU)

Zutaten:
375 g Mehl
100 g Zucker
250 g Margarine
1 Päckchen Vanillezucker (bei mir: etwas gemahlene Vanille)
1 EL Kakao
1 EL Sojadrink

Aus Mehl, Zucker, Margarine und Vanillezucker einen Teig herstellen. Die Hälfte in Frischhaltefolie einpacken und in den Kühlschrank legen. Die zweite Hälfte des Teiges mit Kakao und Sojadrink vermischen und ebenfalls kühlen. Die beiden Teige gleich groß ausrollen, aufeinanderlegen  und aufrollen. Die Teigrolle nochmals kühlen und dann in dünne Scheiben schneiden. Die Plätzchen auf ein Blech legen und bei 180°C 15-20 Minuten backen.

Die Plätzchen sind trotz der wenigen und simplen Zutaten sehr gut geworden und schmecken auch nicht zu süß. Das Teig-Einrollen kann man sicher noch besser machen, aber ich finde sie auch so ganz hübsch. Beim nächsten Mal würde ich die Teige dünner ausrollen und die Teigrolle auch insgesamt dünner machen, da die Plätzchen beim Backen nochmal stark aufgehen. Weihnachtsplätzchen habe ich immer gerne ein bisschen kleiner.

3. Brunsli (Quelle: Kochfrosch)

Zutaten:
125 g dunkle Schokolade
200 g Zucker
250 g gemahlene Mandeln
1 Prise Zimt
1 Prise Nelken
7 EL starker Espresso

Die Schokolade reiben und mit den anderen Zutaten zu einem Teig vermischen. Eine Stunde im Kühlschrank kühlen, dann ausrollen und ausstechen. Dabei die Förmchen vor dem Ausstechen jeweils in Zucker tauchen. Auf einem mit Backpapier belegten Backblech über Nacht trocknen lassen, dann bei 250°C 3-5 Minuten backen.

Das Kirschwasser aus dem Originalrezept habe ich weggelassen und durch etwas mehr Espresso ersetzt. Beim Schokoladereiben war ich zwar kurz vor dem Nervenzusammenbruch, wenn man geeignete Küchengeräte dafür hat, sollte auch das kein Problem sein. Der Teig ließ sich gut verarbeiten und auch die Zuckerränder haben besser geklappt, als ich mir das vorgestellt habe. Die fertigen Plätzchen schmecken sehr schokoladig und nur minimal nach Kaffee. Die Brunsli sind meine diesjährigen Favoriten und ich werde sie sicher nächstes Jahr wieder backen.

Habt ihr auch schon Plätzchen gebacken? Über (vegane) Rezeptempfehlungen würde ich mich freuen!

Buchtipps für Weihnachten

Letzten Donnerstag habe ich euch schon “Let it Snow” von Maureen Johnson, John Green und Lauren Myracle vorgestellt. Das war mein diesjähriger Versuch, mich auch literarisch ein bisschen auf Weihnachten vorzubereiten. Um die Weihnachtsstimmung noch ein bisschen zu steigern, wollte ich euch gerne auch noch andere Weihnachtsbücher aus meinen Regalen vorstellen.

Jostein Gaarder – Das Weihnachtsgeheimnis

Es ist zwar dieses Jahr schon zu spät, aber dieses Buch lässt sich wie ein Adventskalender lesen. Es gibt ein Kapitel für jeden Tag, vom 1. bis zum 24. Dezember, in meiner Ausgabe gibt es auch noch hübsche Illustrationen zu jedem Tag. Die Handlung spielt natürlich ebenfalls im Advent. Joachim möchte einen Adventskalender haben, doch alle sind schon ausverkauft. Im Buchladen findet er noch ein altes handgemachtes Exemplar, in dem sich hinter jedem Türchen  Zettel verstecken, die eine fortlaufende Geschichte erzählen.

Rachel Cohn & David Levithan – Dash & Lily’s Book of Dares

Die beiden Autoren haben in diesem Buch nach Nick & Norah wieder ein ganz wundervolles Jugendbuch geschrieben. Lily hat ihr rotes Notizbuch mit einer Reihe von Aufgaben in einer New Yorker Buchhandlung versteckt. Als Dash es findet und ihre Rätsel löst, beginnt ein Spiel zwischen den beiden, bei dem sie das Notizbuch immer wieder an den jeweils anderen weitergeben, es mit neuen Rätseln füllen und es an neuen Orten verstecken. So entsteht eine Schnitzeljagd durch das winterliche New York, bei dem die beiden Protagonisten sich immer besser kennenlernen.

Charles Dickens – A Christmas Carol & two other Christmas Books

Der Weihnachtsklassiker schlechthin. Sicher kennt jeder Dickens’ Weihnachtsgeschichte, sei es durch das Buch selbst oder eine der zahllosen Verfilmungen. Ich habe eine Ausgabe, in der noch zwei andere Weihnachtsgeschichten enthalten sind: “The Chimes” und “The Cricket on the Hearth”, die ich auch sehr lesenswert fand, wobei mich “The Chimes” am wenigsten begeistert hat.

 

Alan Bradley – I am Half-Sick of Shadows

Der vierte Teil der Reihe rund um die kleine Chemikerin Flavia de Luce spielt ebenfalls zu Weihnachten und ist auf Deutsch unter dem Titel “Vorhang auf für eine Leiche” erschienen. Da ich das Buch noch nicht gelesen habe, sondern mir dieses Jahr über die Feiertage vornehmen möchte, kann ich noch nichts weiter dazu sagen. Jedes Buch der Reihe hat mich allerdings bisher begeistert, deshalb bin ich überzeugt, dass mich auch der vierte Teil nicht enttäuschen wird.

Das ist alles was mein Bücherregal zum Thema “Weihnachten” hergibt. Lest ihr zu Weihnachten auch gerne passende Bücher? Habt ihr vielleicht noch ein paar Empfehlungen für mich?

Maureen Johnson, John Green & Lauren Myracle – Let It Snow

Verlag: Speak
Erschienen: Oktober 2008
Auf Deutsch: Tage wie diese
Seiten: 368
ISBN: 978-0142412145

Schon fünf Türchen vom Adventskalender geöffnet, da wird es langsam Zeit für ein bisschen Weihnachtsstimmung. Und so habe ich mir “Let It Snow” vorgenommen. Jeder der drei Autoren hat dabei eine Liebesgeschichte beigesteuert, die an den Weihnachtstagen in einer verschneiten amerikanischen Kleinstadt spielt. Den besonderen Reiz des Buches machen die kleinen Zusammenhänge zwischen den einzelnen Geschichten aus. Erst nach und nach bemerkt man nämlich, dass die Protagonisten als Nebenfiguren in den anderen Geschichten auftauchen.

Jubilee ist auf dem Weg zu ihren Großeltern, als ihr Zug wegen eines Schneesturms nicht weiterfahren kann. Zusammen mit 14 Cheerleadern schlägt sie sich zu einem Waffelhaus durch, wo sie einen Jungen trifft, der sie über die Feiertage mit zu sich nach Hause nimmt. Der Protagonist der zweiten Geschichte, Tobin, will mit seinen beiden Kumpels in eben dieses Waffelhaus fahren, um die Cheerleader kennenzulernen. Die Fahrt dorthin gestaltet sich aber aufgrund des vielen Schnees schwierig und dann muss Tobin auch noch erkennen, dass der Duke nicht nur ein guter Kumpel, sondern auch ein Mädchen ist. Und Addie wünscht sich zu Weihnachten nichts sehnlicher, als dass ihr Ex-Freund Jeb ihr verzeihen würde und sie wieder zusammenkommen, nachdem sie auf einer Party einen Anderen geküsst hat.

Tiefgründige Handlungsstränge und Charakterzeichnungen darf man schon allein aufgrund des Umfangs nicht erwarten. Die Personen lernt man nicht sehr genau kennen, die Handlung schreitet schnell voran und Nebenfiguren gibt es meist nur wenige. Trotzdem sind die drei Geschichten unterhaltsam zu lesen und es kommt auch ein bisschen Weihnachtsstimmung auf. Wer mit Herzschmerz-Teenies nichts anfangen kann, ist hier allerdings an der falschen Adresse.

John Green war mir schon vorher ein Begriff, die beiden Autorinnen kannte ich nicht. Allerdings muss ich sagen, dass es stilistisch kaum Unterschiede gibt und man auch denken könnte, alle drei Geschichten wären von einem Autor geschrieben worden. Die erste Geschichte rund um Jubillee und Stuart hat mir am besten gefallen, danach ging es Schritt für Schritt bergab. Addie, die Protagonistin der dritten Geschichte, habe ich als sehr nervig und egoistisch empfunden, die Handlung rund um ihre Freundin und ein Baby-Schwein fand ich außerdem sehr konstruiert.

Insgesamt ist “Let it Snow” ein nettes Jugendbuch, das man in der Vorweihnachtszeit gut lesen kann, wenn man nicht zu große Erwartungen an die Tiefgründigkeit hat. Von mir gibt es dafür :sheep4:.